Trotz Pflegereform – Demenzerkrankte brauchen mehr

Vor wenigen Tagen hat Gesundheitsminister Gröhe  einen Durchbruch in der Pflege geschafft. Das Kabinett hat  am 12.8. grünes Licht für die bisher größte Reform in der Pflegeversicherung gegeben. Durch die Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs ist eine Abkehr von der rein an Verrichtungen orientierten Pflege, oft als Satt- und Sauber-Pflege apostrophiert – hin zu einem Hilfebedarfsmodell, das die Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder Fähigkeitsstörungen zum Ausgangspunkt für Hilfeleistungen macht. Mehr unter Zweite Stufe der Pflegereform.

Davon profitieren vor allem Demenzerkrankte. An die Stelle der Pflegestufen treten 5 Pflegegrade, die von geringer Beeinträchtigung der Selbständigkeit (1) bis zur schwersten Beeinträchtigungen der Selbständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung (5) reichen.

Wenn Sie sich weiter informieren wollen, welche Hilfen und Leistungen für Demenzerkrankte und deren Angehörigen neu sind, informieren Sie sich unter Pflegestärkungsgesetz I

Die Deutsche Stiftung für Demenzerkrankte begrüßt die seit vielen Jahren geforderte Reform. Trotzdem brauchen Demenzerkrankte weitere Hilfen und vor allem Verständnis für ihre Lebenslage – da ist unsere Stiftung  gefordert. Einsätze von Klinikclowns, Begegnungen zwischen Kindern und Demenzerkrankten, Kunstprojekte, Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements – mit Ihrer Hilfe können wir helfen!