Alle Beiträge von Dr. Karl Heinz Bierlein

Das Leben mit Demenz erleichtern – Termin für Fördermittelanträge: 31.10.2019

Sie möchten eine Förderung für Ihr Projekt beantragen?

Die Deutsche Stiftung für Demenzerkrankte fördert ausschließlich Projekte im Rahmen der von ihr definierten Ziele. Wenn Sie sich mit einer Förderanfrage an die Stiftung wenden möchten, prüfen Sie bitte vorab, ob Ihr Vorhaben unseren Vergaberichtlinien entspricht. Bitte beachten Sie insbesondere, dass wir nur gemeinnützige Organisationen fördern können (siehe Satzung).

Alle gemeinnützigen Initiativen und Organisationen können bis 31.10.2019 einen Antrag auf Projektförderung durch die Deutsche Stiftung für Demenzerkrankte stellen. Und das sind die Voraussetzungen:

Zielgruppe: Demenzerkrankte und deren Angehörige, Mitarbeitende( vor allem Ehrenamtliche)

Inhaltlicher Schwerpunkt: Das Leben mit Demenz erleichtern
Insbesondere: Musik, Sport und Bewegung, Humor, Künstlerisches Gestalten, Theater, Visiten mit Tieren, Sinnesgärten, Orientierungshilfen, Training für ehrenamtliche Demenzhelferinnen und -helfer

Was wir von Ihnen brauchen

Projektbeschreibung (2 Seiten) – nur geplante Projekte werden gefördert, deshalb Maßnahmenbeginn ab 1.1.2020

Finanzierungsplan

Laden Sie hier die Förderrichtlinien, die Satzung und das Antragsformular herunter.

Vergaberichtlinien vom 22.7.2015
Satzung 2017

Antrag auf Zuteilung Fördermittel 2019
Antrag auf Zuteilung Fördermittel ausfüllbar 2019

Wenn Sie einen Förderbescheid erhalten haben, schicken Sie uns den Mittelabruf.

Mittelabruf

Wenn Sie Ihr Projekt abgeschlossen und abgerechnet haben, leiten Sie uns den Verwendungsnachweis zu.

Einfacher Verwendungsnachweis

Bitte vergessen Sie nicht, bei Präsentation oder Eröffnung Ihres Projekts auf die Förderung durch die Deutsche Stiftung für Demenzerkrankte hinzuweisen. Sie können Flyer der Stiftung bei uns anfordern.

Der Demenz-Knigge – ein praktischer Ratgeber

Auffällig sticht auf dem unübersichtlichen Büchermarkt zum Thema Demenz ein Neuerscheinung hervor: Der Demenz-Knigge von Markus Proske. Knigge deshalb, weil er Tipps für einen angemessenen Umgang geben will, der der Persönlichkeit der Erkrankten entspricht. Und darum geht es:

  1. Richtig  kommunizieren, wenn erste Anzeichen von Demenz die Angehörigen beunruhigen
  2. Zum Essen und Trinken animieren können
  3. Ungewöhnliche Verhaltensweisen verstehen lernen
  4. Bei Halluzinationen und Wahnvorstellungen nicht die Ruhe verlieren
  5. Trotz Sprachverlust andere Kommunikationswege finden
  6. In Notsituationen bestehen
  7. Mobilität, Sich Kleiden, Umgang mit ungewöhnlichen Wünschen
  8. Körperpflege und Toilette

Die Kapitel gliedern sich in
Situationbeschreibung
Der Demenz-Knigge-Tipp
Wie Sie am besten reagieren können
Hintergrundwissen

Unser Urteil:

Leicht zu lesen, jede Menge Tipps ohne Besserwisserei, sehr empfehlenswert für den täglichen Umgang mit Demenzerkrankten

Dr. Karl Heinz Bierlein

 

 

 

 

Informationen über die Datenschutzerklärung

Es gelten europaweit die Vorgaben der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Wir möchten Sie über die durch unsere Stiftung durchgeführte Verarbeitung personenbezogener Daten nach Maßgabe dieser Verordnung (vergleiche Artikel 13 und 14 DSGVO) informieren. Sollten Sie Fragen oder Anmerkungen zu dieser Datenschutzerklärung haben, können Sie diese jederzeit richten an: khb@demenzstiftung.de

Hier der Wortlaut der Erklärung:

20180522 Datenschutzerklärung

ARD-Tatort: Im toten Winkel – ein erschütternd-realistisches Szenarium

Das ist wohl einer der traurigsten Morde in einer “Tatort”-Geschichte, schreibt t-online.de nach der gestrigen Ausstrahlung des ARD Tatorts “im toten Winkel”: Ein alter Mann bringt seine demenzerkrankte Frau um. Er steckt ihr danach ein Blumensträußchen in die Hände, beginnt einen Selbstmord mit Tabletten. Doch er wird gerettet. Bitter sagt er, wie es soweit kam: Wenn man das Leben sich nicht mehr leisten kann und es nichts gibt am Horizont, auf das man sich freuen kann.

Ein realistisches Bild von Verzweiflung und Gewalt im Alltag von Angehörigen, die ihre demenzerkrankten Ehepartner, Väter und Mütter 24 Stunden aufopferungsvoll rund um die Uhr pflegen. Neben der finanziellen Verarmung liegt die Ursache für die Verzweiflung vor allem im Verlust von sozialen Kontakten.

Der Faktencheck nach der Sendung ergibt zwar keinen Aufschluss, wie häufig solche Verzweiflungstaten vorkommen, aber es stimmt, dass ca. 70% der Pflegepatienten in der häuslichen Umgebung versorgt werden und viele Angehörigen hoffnungslos überfordert sind und sich alleingelassen fühlen. Hinzukommt, dass die Qualitätskontrolle von ambulanten Betreuungsdiensten im Gegensatz zu der Aufsicht von stationären Pflegeeinrichtungen vielfach nicht ausreichend ist.

Neben der Forderung nach einer wirksameren Kontrolle ist es genauso wichtig, Initiativen zu stärken, die zur Entlastung von pflegenden Angehörigen beitragen, um eine Dauer-Inanspruchnahme zu unterbrechen. Unsere Stiftung fördert auch in diesem Jahr wieder Projekte, die einen Beitrag dazu leisten: zum Beispiel haben wir den Aufbau von Pflegeentlastungstagen in der Sozialstation St.Peter in Bad Königshofen  gefördert oder die ehrenamtlichen Besuchsdienste der Grünen Damen  und Herren in Ludwigshafen, Leipzig, Dessau und Dortmund, die auf vielfältige Weise Hilfe bringen und Lebensfreude trotz der belastenden Krankheit wecken können.

Dr. Karl Heinz Bierlein

Der Tag ist eine Wundertüte – die Tochter von Rudi Assauer erzählt

In der Sendung Nachtcafe schildert die Tochter des demenzerkrankten Schalke-Idols Rudi Assauer das Zusammenleben mit Ihrem Vater seit 13 Jahren. Ängste und Hoffnungen im Alltag kommen genauso zur Sprache wie der Kampf am Anfang der Erkrankung . “Meine Birne funktioniert nicht mehr, aber ich bin der erste, der es trotzdem schafft.” Frau Bettina Michel erzählt auch von den Veränderungen im Wesen ihres Vaters, dass auch das Weiche und das Verletzliche an die Oberfläche kommt, im Gegensatz zu dem Macho-Image aus früheren Jahren.

Sehen Sie das gesamte Interview in der SWR-Mediathek: Nachtcafe vom 23.2.2018

“Wir beschimpfen die Person und meinen die Krankheit …”

Das Kinder- und Jugendtheater Wuppertal blickt auf eine überwältigende und anrührende Premiere des Ein-Personen-Stücks nach Arno Geiger “Der alte König in seinem Exil” zurück. 70 Minuten hält der Schauspieler Dieter Marenz sein Publikum in Atem. Er lässt als Sohn des dementen Vaters seine Zuschauer teilhaben an dessen Krankheitsverlauf und der eigenen Entwicklung.  Aber auch heitere Momente mit pfiffigen Antworten des Kranken in oft surrealen Momenten bleiben nicht aus, z.B. wenn der Kranke dem Nachrichtensprecher einen Keks anbietet.

Das Stück und der Schauspieler vermitteln  ein zutiefst ehrliches, aber auch respektvolles Bild von einem Demenzerkrankten und seiner Familie.

Die nächste Aufführung findet am 27. April um 19 Uhr in der Färberei Wuppertal statt.

Wenn Sie eine Sondervorstellung anlässlich eines Fachtags oder eines Kongresses wünschen, fragen Sie direkt nach unter:    http://www.kinder-jugendtheater.de

Hier eine Presseartikel:  Der alte König in seinem Exil

Bilder von der Premiere

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Schlüssel zu neuer Demenztherapie

Rund 200 000 Menschen erkranken in Deutschland pro Jahr an Alzheimer. Eine wirksame Therapie gibt es bislang nicht. Bonner Forscher des Universitätsklinikums und des Deutschen Zentrums für Degenerative Erkrankungen (DZNE) haben jetzt ein weiteres Teil ins Erkenntnispuzzle gesetzt: Sie fanden heraus, dass auch Entzündungsprozesse im Gehirn zum Mechanismus der Krankheit gehören.

Lesen Sie mehr:

Schlüssel zu neuer Demenztherapie – Generalanzeiger Bonn vom 28.12.2017

Unser Fachbeiratsmitglied, Herr Dr. Dan Ehninger, Forschungsleiter im DZNE, wird im Januar 2018 in einem Interview die Hintergründe zu dem Forschungsvorhaben erläutern.

Der alte König in seinem Exil – Premiere in der City-Kirche Wuppertal

Eine wunderbare, tief berührende und zugleich komische Geschichte von Arno Geiger bringt das Wuppertaler Kinder- und Jugendtheater auf die Bühne.

Premiere ist am Freitag, 24.November 2017 um 19 Uhr in der Citykirche Wuppertal.

Unsere Stiftung hat dieses außergewöhnliche Projekt unterstützt .

ZDF Aspekte schreibt: “Arno Geiger hat ein helles Buch geschrieben, voller Zuneigung und Liebe. Es ist von hoher literarischer Qualität. Vor allem aber lernt man viel über den Umgang mit der Krankheit.”

Hier der Auszug aus dem Theaterspielplan: Der alte König in seinem Exil .

Memory-Station in Köln-Kalk

Viele ältere Menschen treibt die Angst vor einer dementiellen Erkrankung um, vor allem deshalb, weil ihr Verlauf schleichend ist. Es beginnt mit Vergesslichkeit und kann in einer totalen Kommunikationslosigkeit  und Erstarrung enden.  Nur wenige suchen rechtzeitig zur Abklärung des Befundes einen Arzt auf.

Im Ev. Krankenhaus Kalk  können Patienten und Patientinnen in einer Memory-Station bei einem mehrtägigen Aufenthalt mit neurologisch-psychiatrischen Tests, Untersuchungen des Nervenwassers und bildgebende Verfahren untersucht werden.

Chefarzt Dr.Heinz L.Unger, Leiter der Klinik für Akutgeriatrie und Frührehabilitation: “Gedächtnisstörungen weisen nicht zwingend auf eine Demenz hin. Womöglich liegt eine andere psychiatrische Erkrankung oder eine Depression vor.” Nicht selten führt auch der falsche Einsatz von Medikamenten zu Verwirrtheitssymptomen.  “Wir überprüfen sehr genau, welche Medikamente die Patienten verschrieben bekommen haben und vor allem in welchen Dosierungen. Oft ist weniger mehr.”

Zum Therapieangebot der “Memory-Station” gehören neben Sprach-, Ergo- und Physiotherapie, Gedächtnistraining und Musik sowie spezielle Gottesdienstangebote.

Weitere Informationen finden Sie  unter Memory-Station Köln-Kalk.

Mit Gedächtnislücken fängt alles an …

Jeden Tag erkranken in Deutschland 100 Personen an Demenz. Die Alzheimer-Demenz beginnt schleichend. Barry Reisberg, Direktor der New York University School of Medicine’s Silberstein Aging and Dementia Research Center, hat sieben Stufen der Erkrankung  erforscht:

  • leicht gemindertes Wahrnehmungsvermögen
  • Wahrnehmungs- und  Gedächtnislücken (der Arzt kann noch keine Demenzsymptome feststellen)
  •  Vergessen von Wörtern und Namen
  • Probleme bei Rechenaufgaben, Schwierigkeiten bei komplexen Aufgaben, Vergesslichkeit der eigenen Vergangenheit, Niedergeschlagenheit, sozialer Rückzug
    (jetzt sollte man einen Arzt konsultieren)
  • orientierungslos in Zeit und Raum
  • umfassende Hilfe bei den Aktivitäten des täglichen Lebens nötig, Charakter und Verhalten verändern sich, Misstrauen
  • Kaum mehr Interaktion möglich, Muskel erstarren, schwere Pflegebedürftigkeit

Weitere Informationen unter: So beginnt Demenz