Projekte, die glücklich machen

Mit dem Verlust der Erinnerungen und dem Nachlassen der geistigen und körperlichen Fähigkeiten können dementiell Erkrankte immer weniger am sozialen Leben teilhaben. Die häufige Folge: Dunkelheit und Leere bei den Erkrankten, Hilflosigkeit und Trauer bei den Angehörigen.
Auch wenn es derzeit kaum eine Chance auf Heilung gibt, so ist es doch möglich, allen Beteiligten das Leben mit der Krankheit zu erleichtern. In drei zentralen Förderschwerpunkten unterstützen wir Projekte, die die wichtigsten Bedürfnisse dementiell erkrankter Menschen erfüllen können.

Erinnerungen wecken und den Selbstwert stärken
Unser Förderschwerpunkt “Kultur”

Die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, das Gefühl, gebraucht zu werden und Abwechslung im oft tristen Alltag sind für die meisten Betroffenen die beste Medizin. In speziellen Musikkursen, mit Melodien aus ihrer Jugend, finden die Erkrankten beispielsweise den Kontakt zu ihrer eigenen Biografie weiter . Bei tanzpädagogischen Übungen lernen sie, dass noch viel mehr in ihnen steckt, als sie sich selbst zutrauen. In einer Theateraufführung von erkrankten und gesunden Laienspielern wächst das Verständnis füreinander.  Mit Spaß und Ausgelassenheit , mit Emotionen, Staunen und Neugierde bieten viele tolle Projekte aus unserer Förderliste dem Vergessen und der Traurigkeit die Stirn.

Im Schwerpunkt Kultur haben wir in letzter Zeit gefördert:
Musisches Cafe für Demenzkranke – Diakonie Düsseldorf
Musik mit Veeh-Harfen – SZ Bad Kreuznach, AWO Rheinland
Musik ohne Ängste – Osterländer Musikbund Altenburg
Tanzen gegen Demenz – Kneipp-Verein Magdeburg
Theater trifft Demenz – Andreas-Gemeinde Eschborn
Der alte König in seinem Exil – Kindertheater Wuppertal e.V.
Spielmomente – Alexianer Köln
Besuche in der Kinderoper Köln –  Förderverein Kinderoper
Offene Malgruppe Korskow Syndrom – Friedehorst Bremen
Musik in Pflegeheimen Landkreis Ludwigsburg – Best Agers e.V. Ludwigsburg

Erlebnisse fördern und Nähe ermöglichen
Unser Förderschwerpunkt “Soziales Miteinander”

Oft führt die Krankheit zu einer Überforderung im alltäglichen sozialen Miteinander. Viele Erkrankte ziehen sich deshalb zurück. Dabei ist die drohende Isolation eines der größten Übel für die Betroffenen. Mit pädagogisch begleiteten Begegnungsinitiativen, mit Ausflügen an schöne Orte und Unternehmungen von Demenzerkrankten und Kindern schaffen Projekte aus diesem Förderschwerpunkt wertvolle Erlebnisse für Menschen mit einer Demenz. Sie schenken ihnen aber nicht nur ausgelassene und beschwingte Stunden. Sie geben ihnen das Gefühl zurück, ein wichtiger und geschätzter Teil der Gemeinschaft zu sein. Außerdem fördern wir in diesem bereich die Fort- und Weiterbildung von Ehrenamtlichen für den Umgang mit Demenzerkrankten, Aufklärungs- und Informationsveranstaltungen für Angehörige sowie Veröffentlichungen und Ratgeber zum Thema Demenz.

 Im Förderschwerpunkt Soziales Miteinander haben wir in letzter Zeit gefördert: Qualifizierung clowneske Interventionen – Wir bringen ein Lachen Bonn
Clownbesuche, Lachverband e.V. Freiburg
Schulung ehrenamtlicher Demenzhelfer, SEGA e.V. Sulzbach-Rosenberg
Qualifizierung Ehrenamtlicher für Wohngemeinschaften – Gemeinsam Leben mit Demenz e.V. Köln
Aufbaukurse für ehrenamtliche Migrantinnen – Innere Mission München e.V.
Besuchsdienste der Grünen Damen in Dortmund,Ludwigshafen,Leipzig und Dessau
Pflegeentlastungstage – Caritasverband Rhön-Grabfeld e.V.
Kinästhetik als Erleichterung – Rummelsberger Stift Nürnberg
Kletterprojekt – Diakonie Oberasbach

Die Sinne aktivieren und Rückzugsorte schaffen
Unser Förderschwerpunkt “Lebensräume”

Nicht selten müssen Demenzerkrankte über kurz oder lang in eine Pflegeeinrichtung einziehen. Der Betreuungsaufwand wird mit dem Fortschreiten der Krankheit so groß, dass die Angehörigen diese Arbeit zu Hause kaum noch leisten können. Doch gerade für Demenzerkrankte ist eine solche “Entwurzelung” häufig eine große zusätzliche Belastung. Orientierungslosigkeit, Rastlosigkeit und Verunsicherung sind nicht selten die Folge. Mit Projekten, die auf spezielle Ansprüche Erkrankte an ihre Umgebung eingehen, schaffen die von uns geförderten Initiativen Abhilfe. Speziell gestaltete Räume helfen den Betroffenen, sich zu entspannen und wohl zu fühlen. Gemeinschaftlich angelegte Sinnesgärten sorgen für Beschäftigung und bieten perfekte Voraussetzungen für therapeutische Arbeit.

Im Schwerpunkt Lebensräume haben wir in letzter Zeit gefördert:
Wohnformen für dementiell Erkrankten mit geistiger Behinderung –
Diakonie Michaelshoven
Gartentherapie und Teilhabe im Alltag – Diakonie Michaelshoven
Memories XL – Biografische Wohnraumgestaltung – Diakoniewerk Gallneukirchen
Wandbilder . Nicht zu Hause, aber doch daheim –  DRK KV Leipzig
Garten aktiv Pflegeheim Burjan – Caritas Görlitz
Gartenhaus Sozialzentrum Herz Jesu – Franziska-Schervier-Altenhilfe Köln