Alle Beiträge von Dr. Karl Heinz Bierlein

Förderanträge 2022 – jetzt stellen

Schwerpunkt der Förderung im neuen Jahr ist:

Demenzerkrankte bewegen

Besonders fördern wir das Anlegen von Sinnesgärten mit ganzheitlichem, innovativem Konzept, mit dem die Sinne von Bewohner und Bewohnerinnen angeregt werden. Weiterhin fördern wir Musikprojekte und Aktionen, die die Isolation von Demenzerkrankten überwinden.

Stellen Sie Ihren Antrag bis 30. November 2021 – per Mail und auf dem Postweg!

Verwenden Sie die Antragsformulare unter Service und Download! Bitte beachten Sie, dass der Bescheid über die Zuteilung von Fördermitteln bis zum 31.12.2021 erfolgt und dass die Mittel nach Abschluss des Projekts, spätestens zum 31.12.2022 abgerufen werden können.

Demenzerkrankte bewegen: Mit Musik und an der frischen Luft!

fast zwei Jahre der Pandemie liegen hinter uns. Die Bilder von älteren Menschen in Pflegeheimen, isoliert von Ihren Angehörigen, und von überlasteten Mitarbeitenden mit Masken und Schutzkleidung gehen uns nicht aus dem Kopf.

Dank Ihrer Hilfe haben wir in diesem Jahr nach den Impfkampagnen zahlreiche Projekte wieder starten können. Gemeinsames Singen und Tanzen im kleinen Kreis, Tieren begegnen, Lieblingsmusik hören – das alles hat Lebensfreude wieder geweckt. Qwiek melody und Veeh-Harfen, die mit Ihren Spenden angeschafft werden konnten, sind wunderbare Hilfsmittel. Vielleicht war auch das Lied von den Bergvagabunden dabei: Frei atmen Lungen, ach, wie so schön ist die Welt!

Doch die vierte Welle der Pandemie bedroht erneut auch die Geimpften in den Heimen. Was können wir tun?
Ein besonderes Heilmittel gegen die Isolation ist die Bewegung an der frischen Luft. Die Natur, die Jahreszeiten mit Blühen, Reifen und Ernten erleben. Deshalb werden wir im kommenden Frühjahr Sinnesgärten angelegen, in denen buchstäblich alle Sinne von Demenzerkrankten angeregt werden.

In einem geschützten Bereich können die Bewohner und Bewohnerinnen sich an der frischen Luft aufhalten, auf barrierefreien Rundwegen spazieren gehen. Duftende Blumen, Kräuterbeete und Naschobst regen die Sinne an und wecken Erinnerungen und Gefühle aus vergangenen Zeiten.

Unter Anleitung können die Bewohner und Bewohnerinnen kleine Arbeiten verrichten, Blumen gießen, Kräuter pflanzen und Obst pflücken. Geplant sind überdachte Sitzgruppen, die im Sommer zum Verweilen und zum Musik hören einladen.

Viele Senioreneinrichtungen haben uns in den letzten Monaten um Hilfe gebeten, einen Sinnesgarten anzulegen.  Ihre Spende trägt dazu bei, demenzkranke Menschen an die frische Luft zu bringen und sie das Wachsen und die Kraft in der Natur erleben zu lassen.

Helfen Sie mit! Frische Luft trotz Corona!

Ich danke Ihnen von Herzen für Ihre Unterstützung und wünsche Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit! Bleiben Sie behütet!

Ihr

Dr. Karl Heinz Bierlein

WHO-Studie: Zahl der Demenzkranken steigt rasant

Mit höherem Alter wächst das Risiko einer Demenzerkrankung. Jeder kann aber viel tun, um sich davor so gut wie möglich zu schützen, berichtet die Weltgesundheitsorganisation.

Zentraler Aspekt: der eigene Lebenswandel.

Die Zahl der Demenzkranken wird nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rasant steigen. Bis 2030 dürften rund 40 Prozent mehr Menschen weltweit mit Demenz leben als heute.

Betroffen waren 2019 nach Schätzungen weltweit etwa 55 Millionen Menschen, wie die WHO am Mittwoch in Genf berichtete. In Deutschland leben nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums etwa 1,6 Millionen Menschen mit Demenz.

Sanfter Engel – ein preisgekrönter Film, der die Herzen berührt

Beim Mittelfränkischen Jugendfilmfestival wurde vor kurzem ein Film des 22-jährigen Studenten, Lorenz Baier, in der Kategorie “Professional” mit dem ersten Preis gekürt. Die Jury befand: “Ein sehr bewegender Film, der in nur knapp zehn Minuten eine unglaublich schöne, aber gleichzeitig traurige Geschichte erzählt.”

Unsere Stiftung hat das Projekt gefördert und gratuliert dem jungen Filmemacher und seinem Team herzlich.

DSD stellt Ihnen den Film bereit:

https://youtu.be/YTD915 j-0

Wenn Sie sich außerdem über die Hintergründe der Entstehung des Films informieren wollen, lesen Sie bitte folgende Presseartikel:

Schreiben Sie uns und bewerten Sie den Film unter info@demenzstiftung.de!

Fördermittel für 2021/ 2.Halbjahr und 2022/1.Halbjahr vergeben

Folgende Projekte, die im Herbst 2021 begonnen werden, erhalten nach Beschluss des Fachbeirats und des Vorstands der Deutschen Stiftung für Demenzerkrankte Fördermittel:

Melodie-Box (Diakonie Düsseldorf)
Sturz-Prophylaxe zu Hause (Diakonisches Werk Recklinghausen)
Tovertafel (Ev. Kirchengemeinde Rath)
Häusliche Unterstützungsprogramm für Demenzkranke (Ev.-Luth. Kirchenkreis Hittfeld)
E-Rischka (St.Joseph Stift Börger)
Sinnesgarten (DRK Pflegeservice Kiel)
Fenster zur Welt – Digitales Programm (Franziskusheim Geilenkirchen)
Mobiles Snoezelen (Pro Seniore Bad Kreuznach)
Rischka (Pflege Hilfe Hofgeismar)
Konzerte mit Demenzerkrankten (Württem. Philharmonie Reutlingen)
Tovertafel (Stephanus Diakonie Berlin)
Aktive Musiksäule (DRK Kreisverband Essen)
E-Learning für Betreuungskräfte (AWO Magdeburg)
Ludothek (DRK Essen Tagespflege)
Sinnesgarten (Diakonie Recklinghausen)
Interaktive Konzerte (Osterländer Musikbund Altenburg)
MAKS Therapie in der Tagespflege (Vinzent von Paul Schwäbisch Gmünd)
DigiDem Software für Ehrenamtliche (Alzheimer Gesellschaft Düsseldorf)
Begegnungsatelier Schloss Pillnitz (Staatliche Schlösser Dresden)
Sinnesgarten (St.Barbara Dietenheim)

Die Bescheide sind am 16. 7. 2021 versandt worden. Informieren Sie sich über die Projekte auf den Web-Seiten der Projektträger!

Förderanträge für das Jahr 2022 können bis 30. November 2021 gestellt werden.

Mit Musik durch die Corona-Zeit

Wenn die Vergesslichkeit immer mehr zunimmt und das Gedächtnis schwindet, Text und Melodie von alt-vertrauten Liedern bleiben oft unvergessen. Derzeit sind für viele Demenzerkrankte zahlreiche Aktivitäten wie z.B. Singstunde nicht möglich. Doch wir möchten nicht resignieren und ein neues Angebot für Seniorinnen und Senioren ermöglichen: Veehharfe spielen.

Die zarten Veeh-Harfen-Klänge sind nicht nur Balsam für die Seele, sondern Menschen mit Demenz oder körperlichen Einschränkungen können im kleinen Kreis unter Beachtung der Schutzbestimmungen mit der Harfe musizieren. Die Verwendung von Notenschablonen ermöglicht das Musizieren ohne Notenkenntnisse.

Musik lässt die Beschwernisse des Alters für einige Zeit vergessen und weckt Erinnerungen an frühere, bessere Zeiten. Unzählige Melodien sind unseren Senioren noch aus der Kindheit und Jugend gegenwärtig.

Der weiche und zärtliche Klang der Harfe schenkt Ruhe und Geborgenheit. So kann nicht nur die Spielende/der Spielende die Wirkung spüren, sondern auch alle anderen Senioren nehmen den Klang als angenehm wahr.

Ziele der Maßnahmen sind: Förderung des Wohlbefindens, des Selbstbewusstseins, der Motorik, der Koordination und der Kognition.

Helfen Sie mit, möglichst vielen Menschen, die von Vereinsamung bedroht sind, durch eigene Musik Lebensfreude, gerade an Weihnachten, zu schenken.

Helfen Sie mit Ihrer Spende, möglichst viele Harfen anzuschaffen und bezaubernden Klang zu demenzerkrankten Menschen zu bringen.

Herzliche Grüße, bleiben Sie behütet!
Ihr
Dr. Karl Heinz Bierlein

Hier unsere Spendennummer:

Deutsche Stiftung für Demenzerkrankte
IBAN: DE27 3704 0044 0129 8785 00 Stichwort “Lebensfreude 2021”

Gehörschädigung – Risikofaktor für Demenz

An Demenz erkranken bis 2050 schätzungsweise drei Millionen Bürger. Forscher finden immer wieder neue Auslöser für die bisher unheilbare Krankheit. Doch warum leiden Gehörgeschädigte öfter an Gedächtnisverlust?

Mehr als eineinhalb Millionen Menschen in Deutschland leiden an Demenz. Heilung gibt es bisher nicht. Aber immer mehr zeigt sich, dass Faktoren zu dem krankhaften Vergessen beitragen, an die man zunächst gar nicht denkt.

Wer im fortgeschrittenen mittleren Alter schwer hört, hat später ein höheres Risiko für Demenz. Hierfür gebe es handfeste neue Belege, sagte Robert Perneczky vom Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität am Freitag zum Auftakt des Demenz-Kongresses “ResDem” in München mit rund 200 Wissenschaftlern aus aller Welt. “Wir wissen mittlerweile auch, dass der Einsatz von Hörhilfen eine günstige, wirksame Methode ist, um die geistigen Fähigkeiten zu verbessern und eventuell auch das Demenzrisiko zu senken”, sagte der Psychiater und Leiter des Alzheimer Therapie- und Forschungszentrums an dem Klinikum. Menschen, die von Geburt an taub seien oder in jungen Jahren einen Gehörverlust erlitten, haben laut Perneczky kein generell erhöhtes Demenzrisiko.

Symptome von Demenz und Hörbehinderung ähneln sich

Eine relativ neue Studie aus Taiwan mit Gesundheitsdaten von rund 16.000 Menschen zeigt, dass insbesondere hörbeeinträchtigte Menschen, die zwischen 45 und 64 Jahren alt sind, ein höheres Demenzrisiko haben als Gleichaltrige ohne Hörschwierigkeiten. “In der Liste der neuen Risikofaktoren ist Schwerhörigkeit im mittleren Lebensalter der wichtigste Faktor”, sagte Perneczky. Diese unerwartete Erkenntnis eröffne neue Möglichkeiten, effektiv gegen die Erkrankung vorzugehen.

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https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_86817544/was-das-demenzrisiko-mit-den-ohren-zu-tun-hat.html