Alle Beiträge von Dr. Karl Heinz Bierlein

Aktuelle Projekte für Demenzerkrankte

Projekte, die Pflegekräften und Angehörigen helfen, sie in ihrer schweren Arbeit zu entlasten, und die Kommunikation mit den Demenzerkrankten aufrechtzuerhalten, können ab sofort beantragt werden helfen. Anträge für Projekte, die trotz der derzeitigen Beschränkungen möglich sind, werden bevorzugt und zügig behandelt.

Angesichts der derzeitigen pandemischen Krise werden die Anträge des 1. Halbjahrs 2020 zusammen mit den Anträgen des 2. Halbjahrs entschieden. Planen Sie Projekte für das Jahr 2021, stellen Sie Ihren Antrag bis 30. Oktober 2020.

Achtung! Verwendungsnachweis 2019 und 2020!

Die Frist für den Verwendungsnachweis, der zum 31.12.2019 bzw. zum 31.12.2020 fällig ist, wird um ein Jahr verlängert.

Demenz-Erkrankte in Zeiten des Corona-Virus

Demenzerkrankte, Angehörige und Pflegekräfte brauchen gerade jetzt, in Zeiten von harten, aber notwendige Maßnahmen gegen die Pandemie, unsere Solidarität und unsere Unterstützung.

Prof. Dr. Andreas Kruse, Direktor des Gerontologischen Instituts der Universität Heidelberg und Mitglied des Fachbeirats unserer Stiftung, sagt in einem Interview, worauf es jetzt ankommt.

Lesen Sie das Interview vom 16. März 2020:

Begleitung bis zuletzt

  • Das Thema für das Jahr 2021 –
  • Projektanträge bis 30. Oktober einreichen

Im kommenden Jahr liegt unser Förderschwerpunkt auf Projekten, die Demenzkranken und Angehörigen in der letzten Lebensphase beistehen. Die Begleitung eines Sterbenden ist für viele Menschen eine unbekannte Erfahrung, zumal wenn er an Demenz erkrankt ist. Erfahrene Pflegekräfte und Hospizhelferinnen und – helfer wissen, dass für die Patienten sinnliche Reize wie Licht, Töne oder Berührungen eine höhere Bedeutung haben als Worte. Aber auch die Stimme, Lautstärke und Tonfall können eine Botschaft transportieren, die Trost und Ruhe spendet.

Ernst Barlach, Der Tod, Bronze, 1925

Das Thema umfasst aber auch “Das Leben danach” für die hinterbliebenen Angehörigen. Trauer über den Verlust, Erleichterung, dass das Leiden vorbei ist, aber auch der Umgang mit Schuldgefühlen sind zentrale Punkte der Begleitung.

Förderfähig sind Projekte, die dieses Thema mit neuen Sichtweisen und Konzepten für die Praxis aufgreifen. Für die Begleitung zuhause oder in in Pflege- uns Hospizeinrichtungen. Wenn Ihr Projektträger gemeinnützig ist oder Sie mit einem gemeinnützigen Träger zusammenarbeiten, reichen Sie Ihren Antrag bis spätestens 30. Oktober 2020 per Mail und auf dem Postweg ein.

Gehörschädigung – Risikofaktor für Demenz

An Demenz erkranken bis 2050 schätzungsweise drei Millionen Bürger. Forscher finden immer wieder neue Auslöser für die bisher unheilbare Krankheit. Doch warum leiden Gehörgeschädigte öfter an Gedächtnisverlust?

Mehr als eineinhalb Millionen Menschen in Deutschland leiden an Demenz. Heilung gibt es bisher nicht. Aber immer mehr zeigt sich, dass Faktoren zu dem krankhaften Vergessen beitragen, an die man zunächst gar nicht denkt.

Wer im fortgeschrittenen mittleren Alter schwer hört, hat später ein höheres Risiko für Demenz. Hierfür gebe es handfeste neue Belege, sagte Robert Perneczky vom Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität am Freitag zum Auftakt des Demenz-Kongresses “ResDem” in München mit rund 200 Wissenschaftlern aus aller Welt. “Wir wissen mittlerweile auch, dass der Einsatz von Hörhilfen eine günstige, wirksame Methode ist, um die geistigen Fähigkeiten zu verbessern und eventuell auch das Demenzrisiko zu senken”, sagte der Psychiater und Leiter des Alzheimer Therapie- und Forschungszentrums an dem Klinikum. Menschen, die von Geburt an taub seien oder in jungen Jahren einen Gehörverlust erlitten, haben laut Perneczky kein generell erhöhtes Demenzrisiko.

Symptome von Demenz und Hörbehinderung ähneln sich

Eine relativ neue Studie aus Taiwan mit Gesundheitsdaten von rund 16.000 Menschen zeigt, dass insbesondere hörbeeinträchtigte Menschen, die zwischen 45 und 64 Jahren alt sind, ein höheres Demenzrisiko haben als Gleichaltrige ohne Hörschwierigkeiten. “In der Liste der neuen Risikofaktoren ist Schwerhörigkeit im mittleren Lebensalter der wichtigste Faktor”, sagte Perneczky. Diese unerwartete Erkenntnis eröffne neue Möglichkeiten, effektiv gegen die Erkrankung vorzugehen.

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https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_86817544/was-das-demenzrisiko-mit-den-ohren-zu-tun-hat.html

Fördermittel für Frühjahr 2021

Nächster Termin: 30. Oktober 2020

Sie engagieren sich für demenzerkrankte Menschen und wollen im Frühjahr nächsten Jahres ein innovatives Projekt unter dem Thema “Leben mit Demenz erleichtern” starten, aber es fehlt Ihnen noch eine vollständige Finanzierung? Dann lesen Sie unsere Förderrichtlinien und stellen einen Antrag bis spätestens 30. Oktober 2020. Erkennt unser Fachbeirat mit namhaften Experten Ihr Projekt als förderwürdig an, können Sie mit Fördermitteln bis zu 10.000 EUR rechnen.

Haben Sie Fragen? Schreiben Sie uns eine Mail unter info@demenzstiftung.de!

Bild von Michael Hagedorn

Der alte König in seinem Exil

Neu: Ein Theaterstück nach Arno Geiger’s Erfolgsroman

Jetzt Frei-Karten für eine Aufführung am 4. Juni 2020 um 17.30 Uhr in Köln – Paxbank bestellen (info@demenzstiftung.de)

Demenz – das Schreckgespenst für das Altern? Durch dramatische Berichterstattung steigt die Angst, selbst betroffen zu werden. In der Realität wird das Leben mit Demenz von den Betroffenen oft viel weniger schrecklich erlebt. Der Mensch verfügt über erstaunliche Ressourcen, mit schwierigen Lebensphasen umzugehen.

Der Schauspieler Dieter Marenz wird bei einem Theaterabend für Kunden und Mitarbeitende der Pax-Bank in Köln das Ein-Personenstück “Der alte König in seinem Exil” (nach dem preisgekrönten Buch von Arno Geiger) aufführen. Der demenzerkrankte Vater und sein Sohn erleben ein Wechselbad der Gefühle von Mitleid, Trauer, Wut und absoluter Hilflosigkeit. Sie sind sich zunächst eher fremd, Jahrzehnte waren sie durch verschiedene Lebenswelten getrennt. Doch ein Wandel tritt ein: “Da mein Vater nicht mehr über die Brücke in meine Welt kam, musste ich hinüber zu ihm.”

Dieter Marenz bieten dieses einzigartige Stück zur Aufführung bei Kongressen oder Veranstaltungen, in Ausbildungsstätten und Schulen an. Bitte setzen sich mit uns in Verbindung unter: info@demenzstiftung.de.

Dieter Marenz (Mitte) mit dem Vorstand der Deutschen Demenzstiftung

25 mal Freude schenken

Deutsche Stiftung für Demenzerkrankte fördert bundesweit 25 Projekte

Im Neuen Jahr 2020 starten bundesweit u.a. folgende Projekte, die unsere Stiftung mit der Zuteilung von Fördermitteln ermöglicht hat:

  • Demenzsimulator für das Training von Mitarbeitenden in Nürnberg und in Düsseldorf
  • Fortbildung Ehrenamtlicher bei der Caritas Stadt Köln
  • Anlegen eines Sinnesgarten in Wardenburg
  • Clownbesuche bei einer Demenzstation in Wasserburg
  • Demenzgerechte Ernährung in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in München (Selbsthilfegruppe)
  • Qualifizierungskurse häuslicher Unterstützungsdienst in Köln-Brück
  • Theateraufführungen “Die Gartenbank” in Pflegeeinrichtungen in Kempten/Allgäu und Umgebung
  • Tierbesuchsdienste in Köln, Hannover, Speyer, Düsseldorf, Limburg und Wien
  • Kulturprojekt Silberfilm in Oldenburg
  • Qualifizierung von Demenzbegleitern in Bonn
  • Dialogtheater in Stuttgart
  • Eigene Musik persönlich erleben in Weimar
  • Künstlerische Welten für Menschen mit Demenz in Köln
  • weitere Musikprojekte z.B. in Laubach

Wenn Sie etwas mehr über einzelne Projekte erfahren wollen, schreiben Sie uns!

Wenn Opa oder Oma merkwürdig werden …. Neuauflage “Demenz – vogelfreie Menschenleere”

die Broschüre “Demenz – Vogelfreie Menschenleere” von Barbara Hench ist auf Grund starker Nachfrage soeben in zweiter Auflage erschienen. Sie richtet sich vor allem an junge Menschen, die mit Demenz in der Familie konfrontiert werden. Hier könnt ihr miterleben, wie eine Enkelin versucht die fremde Welt ihrer dementiell erkrankten Großmutter zu verstehen. Der Band enthält packende literarische Beispiele und grafische Gestaltungen.

Sie können die Schrift unter Angabe Ihrer Anschrift bestellen unter:

info@demenzstiftung.de

Herunterladen können sie die Broschüre unter Downloads.