Schauen Sie auch einmal in unseren neuen E-Learning Kurs Lichte Momente. Dort finden Sie wichtige Informationen und Anregungen. Hier auf dieser Websites unter “eLearning”.
Viele Menschen fürchten, dass Vergesslichkeit schon ein Anzeichen von Demenz sein könnte. Das Passwort für das Handy fällt einem plötzlich nicht mehr ein, ein Name kommt im Gespräch nicht mehr über die Lippen. Soll ich mich testen lassen? Lesen Sie einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung.
Schauen Sie auch einmal in unseren neuen, kostenlosen E-Learning Kurs Lichte Momente. Dort finden Sie wichtige Informationen und Anregungen. Zum Beispiel das Modul 1 “Ist das schon ein Anzeichen von Demenz?” Klicken Sie “eLearning” auf unserer Website an!
Interview mit dem Cartoonisten Peter Gaymann – Erfinder des Demensch-Kalenders
Wir haben den bekannten Cartoonisten Peter Gaymann gefragt, wie Humor und Demenz zusammenpassen. In einem Interview vom 19.5.2026 hat er uns Einblick in seine Ideen zum Thema und in sein umfangreiches Werk gegeben. Hier ein Auszug:
DSD: “Wie passen Humor und Demenz zusammen?”
Gaymann: “Die Krankheit macht schwere Gedanken. Sie lähmt, weil man zum Opfer dieser Krankheit wird, weil sie einen in Besitz nimmt . Wenn man in dem Buch mit meinen Cartoons blättert, kann man sich wieder ein bisschen Luft verschaffen, seine Sorgen für kurze Zeit vergessen, vielleicht auch mit jemand lachen. Man hat einfach einen anderen Blickwinkel eingenommen.”
Ein Spruch von Karl Valentin ist mir sehr wichtig: “Wenn es regnet, freue ich mich. Denn, wenn ich mich nicht freue, regnet es trotzdem.”
DSD: “Der Demensch-Kalender 2027 ist bereits im Druck. Wie sind Sie vor über 13 Jahren auf diesen Titel gekommen?”
Gaymann: “Ich habe den Begriff mit Prof. Klie einfach in den Raum geschmissen. Nicht: Demenz-Kalender. Demenz wird immer gleich negativ erlebt. Und viele sagen dann: Lass mich in Ruhe! Demensch-Kalender! Da steckt das Wort Mensch drin und das klingt gut.”
Schauen Sie auch gerne in unseren neuen eLearning-Kurs “Lichte Momente” für Angehörige von Menschen mit Demenz und ehrenamtlich Engagierte. Dort finden Sie auch Cartoons von Peter Gaymann zu den jeweiligen Themen. Hier auf unserer Website: demenzstiftung.de
Warum wurde die Alzheimer-Demenz erst so spät erforscht? Gab es gesellschaftliche Tabus, die das verhinderten? Der große griechische Philosoph nahm sich das Leben, weil er immer mehr unter seiner Vergesslichkeit litt.
Die ZEIT Journalistin Jutta Hoffritz hat am 22.5.2025 einen spannenden Artikel zur Geschichte der Demenzforschung und den gesellschaftlichen Tabus geschrieben. Lesen Sie diesen Beitrag:
“Alter führt dazu, dass das Gehirn sich ausdünnt”, erklärt der Demenz-Forscher Hans Grabe. “Es kommt zu einer gewissen Verschmälerung der Hirnrinde.” Die Durchblutung des Gehirns wird schlechter, es gibt mehr Entzündungsreaktionen, Nervenzellen altern, verlieren an Vitalität und Volumen und sterben irgendwann.
Oft stimmen Gehirnalter und das reale Alter nicht überein. Das internationale Forschungsprojekt, an dem Grabe teilgenommen hat, untersuchte mit Hilfe von KI 50.000 Gehirnscans aus sechs Ländern. Die Scans stammten von unterschiedlichen Lebens- und Krankheitsgeschichten. Diese Geschichten haben großen Einfluss auf die Gehirnalterung. Bei Typ-2-Diabeteserscheint das Gehirn im Schnitt rund ein Jahr älter als der Körper. Das Gehirn eines Alzheimer-Erkrankten wirkt rund zehn Jahre älter als der Betroffene selbst.
Aber die Scans zeigen noch viel mehr: Nämlich wie gesund der Einzelne sein Leben führt. Gehirne von Rauchern und Menschen mit hohem Alkoholkonsum erscheinen viel älter als die von Menschen mit gesunder Lebensweise.
Professorin Heike Bischoff-Ferrari von der Universität Zürich hat sechs einfache Tipps, wie man das Gehirn vor Demenz schützen kann:
Sieben bis acht Stunden Schlaf
Stress regulieren durch Achtsamkeitsübungen
Einsamkeit vermeiden und soziale Interaktionen pflegen
Tägliche Bewegung mit insgesamt 150 Minuten pro Woche
Neues lernen
Gesunde Ernährung. Täglich etwa eine Handvoll Beeren und Nüsse soll zum Erhalt der Gedächtnisfunktion beitragen.
In der März-Ausgabe 2024 der Zeitschrift National Geographic findet sich ein interessanter Artikel über neue Behandlungsmethoden und ganzheitliche Ansätze in der Pflege und Begleitung von Demenzerkrankten. Lesen Sie auch das Interview mit Psychiater Frank Jessen aus Köln zu dem Thema Früherkennung: “Wir sind nicht völlig machtlos”!
Wenn das Gehirn schon alles vergessen hat – welches Jahr wir haben, wer der Besuch ist, ja wer es selbst ist-, dann ist da immer noch die Musik. Dann greift der demente 85-Jährige zum Akkordeon und spielt virtuos die alten Stücke. Und die Seniorin mit Alzheimer singt mehrstrophige Lieder. ” Die Musik bleibt oft bis zuletzt, sagt der Gerontopsychiater Oliver Peters. …
Ein interessanter Artikel aus der SZ vom 7.2.2024
Unsere Stiftung fördert seit über 10 Jahren deutschlandweit Projekte, in denen durch Musik wie Instrumentenunterricht, Chorsingen, Besuche von Konzerten und Opern das Leben mit Demenz leichter wird.
Neue Medikamente sollen erstmals das Fortschreiten der Demenz verlangsamen …
Aus der Süddeutschen Zeitung vom 14. Juli 2023
In einem Interview berichtet der Gerontopsychiater Prof. Oliver Peters von der Charite’ in Berlin, dass nach jahrzehntelangen Fehlschlägen neue Wirkstoffe Hoffnung auf eine neue Therapie geben. Allerdings räumt er ein, dass die Mediziner die Erkrankung Alzheimer noch nicht vollständig verstanden haben …
Mit höherem Alter wächst das Risiko einer Demenzerkrankung.
Jeder kann aber viel tun, um sich davor so gut wie möglich zu schützen,
berichtet die Weltgesundheitsorganisation.
Zentraler Aspekt: der eigene Lebenswandel.
Die Zahl der Demenzkranken wird nach einer Studie der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) rasant steigen. Bis 2030 dürften rund 40
Prozent mehr Menschen weltweit mit Demenz leben als heute.
Betroffen waren 2019 nach Schätzungen weltweit etwa 55
Millionen Menschen, wie die WHO am Mittwoch in Genf berichtete. In Deutschland
leben nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums etwa 1,6 Millionen
Menschen mit Demenz.
An Demenz erkranken bis 2050
schätzungsweise drei Millionen Bürger. Forscher finden immer wieder neue
Auslöser für die bisher unheilbare Krankheit. Doch warum leiden
Gehörgeschädigte öfter an Gedächtnisverlust?
Mehr als eineinhalb Millionen Menschen in Deutschland leiden an Demenz. Heilung gibt es bisher nicht. Aber
immer mehr zeigt sich, dass Faktoren zu dem krankhaften Vergessen beitragen, an
die man zunächst gar nicht denkt.
Wer im fortgeschrittenen mittleren Alter schwer hört, hat später ein höheres
Risiko für Demenz. Hierfür gebe es handfeste neue Belege, sagte Robert
Perneczky vom Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität am Freitag zum Auftakt
des Demenz-Kongresses “ResDem” in München mit rund 200
Wissenschaftlern aus aller Welt. “Wir wissen mittlerweile auch, dass der
Einsatz von Hörhilfen eine günstige, wirksame Methode ist, um die geistigen
Fähigkeiten zu verbessern und eventuell auch das Demenzrisiko zu senken”,
sagte der Psychiater und Leiter des Alzheimer Therapie- und Forschungszentrums
an dem Klinikum. Menschen, die von Geburt an taub seien oder in jungen Jahren
einen Gehörverlust erlitten, haben laut Perneczky kein generell erhöhtes
Demenzrisiko.
Symptome von Demenz und Hörbehinderung ähneln sich
Eine relativ neue Studie aus Taiwan mit Gesundheitsdaten von rund 16.000 Menschen zeigt, dass insbesondere hörbeeinträchtigte Menschen, die zwischen 45 und 64 Jahren alt sind, ein höheres Demenzrisiko haben als Gleichaltrige ohne Hörschwierigkeiten. “In der Liste der neuen Risikofaktoren ist Schwerhörigkeit im mittleren Lebensalter der wichtigste Faktor”, sagte Perneczky. Diese unerwartete Erkenntnis eröffne neue Möglichkeiten, effektiv gegen die Erkrankung vorzugehen.