Herausforderndes Verhalten bei Demenz – Vortrag im DomForum Köln

Der Umgang mit Demenzerkrankten bei herausforderndem Verhalten belastet Angehörige und Mitarbeitenden schwer und lässt sie manchmal fast hilf- und ratlos in der Situation zurück.

Herr Chefarzt Dr. Heinz L. Unger, Mitglied des Fachbeirats der Deutschen Stiftung für Demenzerkrankte, hält am

26. Oktober 2017 um 17 Uhr
im DomForum Köln (direkt beim Kölner Dom)

einen Vortrag zu dem Thema

Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Menschen mit Demenz

Wir laden Sie auch im Namen unserer Stiftung herzlich zu dieser Veranstaltung des DomForum ein.

Weitere Informationen: UMGANG MIT HERAUSFORDERNDEM VERHALTEN BEI MENSCHEN MIT DEMENZ Dr.Unger

Memory-Station in Köln-Kalk

Viele ältere Menschen treibt die Angst vor einer dementiellen Erkrankung um, vor allem deshalb, weil ihr Verlauf schleichend ist. Es beginnt mit Vergesslichkeit und kann in einer totalen Kommunikationslosigkeit  und Erstarrung enden.  Nur wenige suchen rechtzeitig zur Abklärung des Befundes einen Arzt auf.

Im Ev. Krankenhaus Kalk  können Patienten und Patientinnen in einer Memory-Station bei einem mehrtägigen Aufenthalt mit neurologisch-psychiatrischen Tests, Untersuchungen des Nervenwassers und bildgebende Verfahren untersucht werden.

Chefarzt Dr.Heinz L.Unger, Leiter der Klinik für Akutgeriatrie und Frührehabilitation: „Gedächtnisstörungen weisen nicht zwingend auf eine Demenz hin. Womöglich liegt eine andere psychiatrische Erkrankung oder eine Depression vor.“ Nicht selten führt auch der falsche Einsatz von Medikamenten zu Verwirrtheitssymptomen.  „Wir überprüfen sehr genau, welche Medikamente die Patienten verschrieben bekommen haben und vor allem in welchen Dosierungen. Oft ist weniger mehr.“

Zum Therapieangebot der „Memory-Station“ gehören neben Sprach-, Ergo- und Physiotherapie, Gedächtnistraining und Musik sowie spezielle Gottesdienstangebote.

Weitere Informationen finden Sie  unter Memory-Station Köln-Kalk.

Unterstützung für Angehörige von Demenzerkrankten – Onlinekurse

Wenn die Diagnose für eine Demenzerkrankung gestellt, können Angehörige überfordert sein, weil  das Leben und die Alltagsbewältigung  völlig neue Herausforderungen stellt. Man braucht Informationen, Beratung und emotionale Unterstützung, um in dieser Situation nicht zu verzweifeln. Angehörige können oft keinen Kurs außerhalb besuchen, so dass einige Online-Kurse angeboten werden, auf die wir gerne aufmerksam machen.

Ein kostenloser Kurs wird von der Deutschen Alzheimergesellschaft unter http://www.wegweiser-demenz.de angeboten.

Außerdem können Angehörige an einem interaktiven E-Learning-Kurs des Berliner Unternehmens Töchter&Söhne in Zusammenarbeit mit der Hochschule Bremen teilnehmen. Bereits neun Krankenkassen haben diesen Kurs in ihr Leistungsangebot aufgenommen. https://demenz-spezial.de

Sie sollten sich auf jeden Fall  auch über einen Kurs vor Ort informieren, wo Sie direkte Beratung und Kontakt zu anderen Angehörigen finden.

Wie kann man eine beginnende Demenzerkrankung erkennen und aufhalten?

Vortrag von Dr. Karl Heinz Bierlein  in Bad Godesberg

Wenn ein geliebter Mensch an Demenz erkrankt, empfinden Angehörigen und Freunde des Betroffenen dies wie einen unerbittlicher Schicksalsschlag. Doch was kann man wissen und tun, um eine drohende Erkrankung zu erkennen und ihr entgegen zu treten?

Der Vorstandsvorsitzender der Deutschen Stiftung für Demenzerkrankte zeigt  die Anzeichen einer beginnenden Erkrankung, die Differenzierung der Krankheitsbilder, die Risikofaktoren und präventive Verhaltensweisen verbunden mit praktischen Ratschlägen.

Demenz-Prävention Vortrag Bonn 2013 sw

Demenz und Prävention

Derzeit leiden in Deutschland 1.500.000 Menschen an einer dementiellen Erkankung – und jährlich kommen 100.000 Neu-Erkrankungen hinzu. Der Prozess der Erkrankung ist schleichend und kann schon 20 Jahre vor der Wahrnehmung von Symptomen beginnen.

Bisher hat sich die Forschung vor allem mit der Ursachenfindung und Therapiekonzepten beschäftigt. Zunehmend wird aber die Erforschung der Prävention im Hinblick auf die Selbstaktualisierung der Qualitäten der Persönlichkeit bedeutsam.

Sie finden in dem folgenden Beitrag eine Präsentation des Vortrags des Stiftungsvorstand Dr. Karl Heinz Bierlein bei der Gesundheitsmesse „Bonn gesund“ am 15.9.2013 in der Stadthalle Bad Godesberg.

130915 Demenzprävention Bad Godesberg

Demenz und Demographie

Jedes zweite kleine Mädchen, das wir heute auf der Straße sehen hat eine Lebenserwartung von 100 Jahren, jeder zweite Junge von 95 Jahren. Noch nie in der Geschichte sind Menschen in usnerem Land so gesund und gut versorgt alt geworden. Aber wird das so bleiben? Der Vorstand der Stiftung, Dr. Karl Heinz Bierlein, hat bei einem Vortrag anläßlich des deutsch-polnischen Kongresses in Warschau strategische Grundlagen für eine gesellschaftliche Entwicklung einer modernen Altenhilfe angesichts des demographischen Wandels aufgezeigt. Hier finden Sie den Vortrag in voller Länge.

121004 Demografischer Wandel Warschau 2012

Demenz – was ist das?

Kennen Sie das? Ihr über 80-jähriger Vater zieht sich mitten in der Nacht den Mantel an und sagt: „Ich gehe jetzt ins Fußballstadion.“ Oder Ihre Mutter will einen Brief verschicken und wirft ihn in die Mülltonne. Dann wird es sich um erste Symptome einer Demenzerkrankung handeln.
2015 leben ca. 1,5 Millionen Menschen mit einer demenziellen Erkrankung in Deutschland. Und jedes Jahr kommen etwa 100.000 neue Erkrankungen hinzu. Immer mehr Menschen erreichen ein hohes Lebensalter, gleichzeitig steigt das Risiko zu erkranken. Trotz intensiver Forschung gibt es derzeit kein wirksames Heilmittel.
Aber der Verlauf der Erkrankung lässt sich durch gezielte Therapie verlangsamen. Entscheidend für die Erhaltung der Lebensqualität sind psychosoziale
Hilfen, die Leiden lindern können. Wir machen immer wieder die Erfahrung, dass trotz noch so großer „Altersverwirrtheit“ Lebensfreude geweckt und die Würde der Person erhalten werden kann.
Demenz braucht Leidenschaft!