Die Vergessenen – Was Sie schon immer über Demenzerkrankte wissen wollten …

Der Moment, an dem es so nicht mehr weitergehen konnte, hat sich oft für Angehörige und Betroffene in Herz und Sinne eingebrannt. “Er wollte einen Geschirrspültab runterschlucken” oder “Sie hat sämtliche Einkäufe über den heißen Herdplatten ausgebreitet.” Schlagartig scheint es vorbei mit der Autonomie. Wer kann helfen? Was geht in dem veränderten Menschen vor? Was sollen Angehörige tun? Kann eine Roboterrobbe das Wohlbefinden steigern? Was meinen Wissenschaftler zu all diesen Fragen?

Hören Sie das künstlerische Feature DIE VERGESSENEN (Buch und Regie: Julian Gerhard)! Hier finden Sie Antworten ( siehe Service und Downloads).

 

Schmerz – bei Menschen mit Demenz

dementiell erkrankte Menschen können Schmerzen oft nicht einem Organ oder einer Krankheit zuordnen. Sie können sich nicht äußern, wo und wann und in welcher Intensität etwas wehtut. Auch ein Bezug zwischen Schmerzen und Aggression ist festgestellt worden. Bisher wurden in der Schmerzforschung dementielle Erkrankungen kaum berücksichtigt. Umso erfreulicher ist es, dass in diesen Tagen an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg eine Forschungsprojekt “Schmerz und Alltagspraxis bei Menschen mit Demenz” für die Dauer von 3 Jahren auf den Weg gebracht worden ist.

Lesen Sie mehr:
Schmerz und Alltagspraxis bei Menschen mit Demenz 7.2.2019
(Auszug aus Zeitschrift Altenpflege, Vincentz-Verlag, 2019/1

Mit frischen Projekten ins Neue Jahr 2019

 

Für das Jahr 2019 haben wir dank Ihrer Hilfe Fördermittel für über 30 Projekte in Deutschland und Österreich zur Verfügung stellen können!

  • Aufbaukurse für  Demenzhelferinnen in München, Bochum, Dortmund und Sulzbach-Rosenberg
  • Theaterprojekte mit Demenzerkrankten in Stuttgart und Eschborn
  • Sinnesgärten und Gestaltung von anregenden Lebensräumen in  Pflegeeinrichtungen in Köln, Burgdorf/Bayern, Leipzig, Auerbach/Vogtland, Nordhorn/Osnabrück, Görlitz
  • Musik, Tanz, Yoga; gestaltende Kunst für dementielle Erkrankte in Düsseldorf, Bad Kreuznach, Altenburg, Magdeburg, Kannenbäckerland, Limburg, Köln, Eitorf und Klosterneuburg bei Wien
  • Besuche von von Clowns, Fortbildung in clownesker Intervention in Bonn und Freiburg
  • Kommunikationstraining für Mitarbeitende in Köln und Bochum

Wir wünschen allen Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeitern, allen Spenderinnen und Spendern, allen Patientinnen und deren Angehörigen ein gesegnetes Neues Jahr 2019!

Ihr
Deutsche Stiftung für Demenzerkrankte
Dr. Karl Heinz Bierlein

 

 

 

 

5 Warnsignale bei Alzheimer

Kann man eine beginnende Alzheimer-Erkrankung erkennen? Bei folgenden Symptomen sollte besser der Arzt konsultiert werden. Je eher die Diagnose erfolgt, desto besser die Behandlungschance!

  • Sprachprobleme: Die Demenzerkrankten sind häufig sehr schwer zu verstehen. Im Gespräch verlieren sie häufig den Faden. Oft fallen ihnen auch  einfache Worte nicht ein, die sie dann durch unpassende Füllwörter ersetzen.
  • Orientierungsprobleme: In der Fremde fällt es Alzheimerkranken schwer, sich Orientierungspunkte zu merken. Viele haben sogar Probleme in der eigenen Straße nach Hause zu finden. Oft wissen sie nicht, welcher Wochentag gerade ist.
  • Veränderte Persönlichkeit: Viele Betroffene sind oftmals leicht reizbar, streitsüchtig oder misstrauisch. Stimmungsschwankungen folgen, die besonders dann auftreten, wenn der Betroffene ahnt, dass er erkrankt ist.
  • Eingeschränkt urteilsfähig: Fällt eine Person dadurch auf, dass sie selbst im Winter leichte Sommerkleidung trägt oder im Bademantel im Supermarkt herumläuft? Dann könnte eine Alzheimer-Demenz dafür verantwortlich sein.
  • Vergesslichkeit: Namen, Geburtstage oder Termine entfallen Betroffenen immer häufiger. Ihre Schlüssel legen sie an ungewöhnliche Orte …

 

Henning Scherf wird 80 Jahre alt

Die Stimmlage ist wohl das Einzige, was an Henning Scherf schwarz ist: Als sogenannter schwarzer Bass kommt er beim Singen in selten tiefe Tonlagen. Außerhalb der Musik bevorzugt der Sozialdemokrat und Bremer Ex-Bürgermeister dagegen die Farbe Rot, das Bunte, mitunter Schillernde, auch das Leichte, aber nicht das Seichte. “Ich bin ein fröhlicher Typ”, sagt Scherf. Am 31. Oktober ist er 80 Jahre alt geworden. (Auszug Generalanzeiger Bonn vom 31.12.2018)

Seit über 10 Jahren ist Henning Scherf der Schirmherr der Deutschen Stiftung für Demenzerkrankte und hat sich vor allem bei  viel beachteten Ausstellungen “Gesichter der Demenz” in Bremen und Köln engagiert. Sein Optimismus und seine Herzenswärme, sein Engagement für ein würdevolles, buntes und behütetes Leben im Alter haben auch für unsere Stiftung und die Menschen, die Hilfe brauchen, eine segensreiche Wirkung entfaltet!

Herzlichen Dank! Auf weitere gemeinsame und fruchtbare Jahre!

 

Gesichter der Demenz

Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung

Gesichter der Demenz

am 17.März 2015 um 19.00 Uhr

in der Oberen Halle des Alten Rathauses Bremen

durch den Senator für Gesundheit, Dr. Hermann Schulte-Sasse.

Der Künstler Herman van Hoogdalen hat in ausdrucksstarken, bewegenden Bildern den Veränderungsprozess der Demenz, wie er ihn bei seiner Mutter erlebt hat, gemalt und so die vielen Gesichter der Demenz gezeigt: die Verzweiflung, das Leiden, die Unsicherheit, den Schmerz, die Leere, die Loslösung vom Irdischen, die Resignation und alles, was Worte nicht fassen können.

Die einzigartige Ausstellung, die vom 18. bis 29. März in der Unteren Rathaushalle Bremen täglich von 10 bis 18 Uhr zu sehen ist, wird begleitet von Vorträgen, Diskussionsrunden und Lesungen, die sowohl grundsätzliche Betrachtungen als auch praktische Hilfen bieten:

  • Wie erkenne ich die ersten Anzeichen der Demenz?
  • Wer pflegt, wenn alle in Rente gehen?
  • Demenz gehört ins Quartier und nicht an den Stadtrand!
  • Lebensfreude ist unvergesslich – Aktiv mit Demenz
  • Umgang mit Demenzkranken
  • Das Herz wird nicht dement – das Leben geht auf seine Weise weiter

Wir laden Sie herzlich im Namen unseres Schirmherrn, Dr. Hennig Scherf, zu allen Veranstaltungen und zur Ausstellung ein.

Ihr

Dr. Karl Heinz Bierlein,
Vorstand der Deutschen Stiftung für Demenzerkrankte, Köln