Für ein demenzsensibles Krankenhaus

Alles fängt so wunderbar an für Johann*, denn der 82-Jährige ist verliebt. Die Dame seines Herzens lebt in der gleichen Wohngemeinschaft wie er und auch sie schein Ge4fallen an Anton zu haben. Als Zeichen seiner Liebe möchte er ihr Blumen schenken und geht los, um welche zu pflücken. Er kommt an einem Garten mit wunderschönen Dahlien vorbei . die würden ihr gefallen.
Glücklich über seine Entdeckung beugt sich Anton über den Zaun, doch als er gerade eine besonders schöne Blüte pflücken will, verliert er das Gleichgewicht. Er stürzt und prallt mit seiner Schulter auf den Asphalt. Zum Glück sind Passanten in der Nähe und rufen den Rettungsdienst, der ihn in ein Krankenhaus bringt. Und damit beginnt eine schwere Zeit für ihn.
* Name geändert

Rund 50.000 Patientinnen und Patienten werden jeden Tag mit der Nebendiagnose Demenz in deutschen Krankenhäusern behandelt, doch kaum eines ist auf die Bedürfnisse dieser Patientengruppe vorbereitet. Das wollen wir ändern!

Wir wollen dem medizinischen Fachpersonal mit Fortbildungen und Informationsmaterialien wertvolles Wissen im Umgang mit Demenzerkrankten an die Hand geben und den Kliniken dabei helfen, die wichtigen ehrenamtlichen Besuchsdienste auszubauen – damit die Helfer*innen Zeit für Gespräche und Begleitung haben.

Bitte helfen Sie uns dabei! Ihre Spende trägt dazu bei, das Verständnis und den Umgang mit demenzerkrankten Menschen in Krankenhäusern zu verbessern. Ich danke Ihnen von Herzen für Ihre Unterstützung.

Herzliche Grüße und eine gesundes Neues Jahr wünscht Ihnen,

Ihr

Dr. Karl Heinz Bierlein

Unser Spendenkonto:
Deutsche Stiftung für Demenzerkrankte
DE27 3704 0044 0129 8785 00

Mit dem Cello gegen das Vergessen

Wer an Demenz erkrankt, verliert geistige Fähigkeiten. Doch es gibt einen Weg, wie Betroffene weiter Freude empfinden und an sich glauben können: mit Musikunterricht. So beginnt ein bemerkenswerter Artikel im FAZ Magazin 07/2022, der über das erstaunliche Experiment der engagierten Musiklehrerin Anke Feierabend berichtet. Ein Demenzerkrankter greift wieder zu seinem alten Cello und spielt mit seiner Lehrerin vertraute Stücke und zeigt damit, dass Musik bleibt, auch wenn kognitive Fähigkeiten schwinden. Viele Demenzerkrankte singen dann noch Lieder mit, wenn sie ihre Kinder und Enkelkinder nicht mehr erkennen. Lesen Sie mehr:

Übrigens konnten wir in den vergangenen Jahren, das Engagement von Frau Feierabend mehrmals fördern!

Achtung! Anträge für Projekte bis 31. Mai 2023 stellen! Themenschwerpunkt: Demenzsensibles Krankenhaus

Gemeinnützige Träger können bis 31. Mai 2023 Anträge auf Fördermittel für innovative und kreative Projekte mit demenzerkrankten Menschen im Krankenhaus für 2023 und 2024 stellen. Schwerpunkt ist das Thema Demenzsensibles Krankenhaus.

Das Antragsformular finden Sie auf unserer Website unter Service & Downloads. Bitte verwenden Sie nur unser Formular und fügen Sie die erforderlichen Unterlagen wie Finanzierungsplan, Projektbeschreibung (1 Seite) und Gemeinnützigkeitsnachweis bei. Alles nur digital, so schonen wir die Umwelt und sparen Portokosten. Wir freuen uns auf Ihren Antrag!

WHO-Studie: Zahl der Demenzkranken steigt rasant

Mit höherem Alter wächst das Risiko einer Demenzerkrankung. Jeder kann aber viel tun, um sich davor so gut wie möglich zu schützen, berichtet die Weltgesundheitsorganisation.

Zentraler Aspekt: der eigene Lebenswandel.

Die Zahl der Demenzkranken wird nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rasant steigen. Bis 2030 dürften rund 40 Prozent mehr Menschen weltweit mit Demenz leben als heute.

Betroffen waren 2019 nach Schätzungen weltweit etwa 55 Millionen Menschen, wie die WHO am Mittwoch in Genf berichtete. In Deutschland leben nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums etwa 1,6 Millionen Menschen mit Demenz.

Sanfter Engel – ein preisgekrönter Film, der die Herzen berührt

Beim Mittelfränkischen Jugendfilmfestival wurde vor kurzem ein Film des 22-jährigen Studenten, Lorenz Baier, in der Kategorie “Professional” mit dem ersten Preis gekürt. Die Jury befand: “Ein sehr bewegender Film, der in nur knapp zehn Minuten eine unglaublich schöne, aber gleichzeitig traurige Geschichte erzählt.”

Unsere Stiftung hat das Projekt gefördert und gratuliert dem jungen Filmemacher und seinem Team herzlich.

DSD stellt Ihnen den Film bereit:

https://youtu.be/YTD915 j-0

Wenn Sie sich außerdem über die Hintergründe der Entstehung des Films informieren wollen, lesen Sie bitte folgende Presseartikel:

Schreiben Sie uns und bewerten Sie den Film unter info@demenzstiftung.de!

Gehörschädigung – Risikofaktor für Demenz

An Demenz erkranken bis 2050 schätzungsweise drei Millionen Bürger. Forscher finden immer wieder neue Auslöser für die bisher unheilbare Krankheit. Doch warum leiden Gehörgeschädigte öfter an Gedächtnisverlust?

Mehr als eineinhalb Millionen Menschen in Deutschland leiden an Demenz. Heilung gibt es bisher nicht. Aber immer mehr zeigt sich, dass Faktoren zu dem krankhaften Vergessen beitragen, an die man zunächst gar nicht denkt.

Wer im fortgeschrittenen mittleren Alter schwer hört, hat später ein höheres Risiko für Demenz. Hierfür gebe es handfeste neue Belege, sagte Robert Perneczky vom Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität am Freitag zum Auftakt des Demenz-Kongresses “ResDem” in München mit rund 200 Wissenschaftlern aus aller Welt. “Wir wissen mittlerweile auch, dass der Einsatz von Hörhilfen eine günstige, wirksame Methode ist, um die geistigen Fähigkeiten zu verbessern und eventuell auch das Demenzrisiko zu senken”, sagte der Psychiater und Leiter des Alzheimer Therapie- und Forschungszentrums an dem Klinikum. Menschen, die von Geburt an taub seien oder in jungen Jahren einen Gehörverlust erlitten, haben laut Perneczky kein generell erhöhtes Demenzrisiko.

Symptome von Demenz und Hörbehinderung ähneln sich

Eine relativ neue Studie aus Taiwan mit Gesundheitsdaten von rund 16.000 Menschen zeigt, dass insbesondere hörbeeinträchtigte Menschen, die zwischen 45 und 64 Jahren alt sind, ein höheres Demenzrisiko haben als Gleichaltrige ohne Hörschwierigkeiten. “In der Liste der neuen Risikofaktoren ist Schwerhörigkeit im mittleren Lebensalter der wichtigste Faktor”, sagte Perneczky. Diese unerwartete Erkenntnis eröffne neue Möglichkeiten, effektiv gegen die Erkrankung vorzugehen.

Lesen Sie mehr …

https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_86817544/was-das-demenzrisiko-mit-den-ohren-zu-tun-hat.html

Wenn Opa oder Oma merkwürdig werden …. Neuauflage “Demenz – vogelfreie Menschenleere”

Die Broschüre “Demenz – Vogelfreie Menschenleere” von Barbara Hench ist auf Grund starker Nachfrage  in zweiter Auflage erschienen. Sie richtet sich vor allem an junge Menschen, die mit Demenz in der Familie konfrontiert werden. Hier könnt ihr miterleben, wie eine Enkelin versucht die fremde Welt ihrer dementiell erkrankten Großmutter zu verstehen. Der Band enthält packende literarische Beispiele und grafische Gestaltungen.

Sie können die Schrift unter Angabe Ihrer Anschrift bestellen unter:

info@demenzstiftung.de

Herunterladen können sie die Broschüre unter Downloads.

Die Vergessenen – Was Sie schon immer über Demenzerkrankte wissen wollten …

Der Moment, an dem es so nicht mehr weitergehen konnte, hat sich oft für Angehörige und Betroffene in Herz und Sinne eingebrannt. “Er wollte einen Geschirrspültab runterschlucken” oder “Sie hat sämtliche Einkäufe über den heißen Herdplatten ausgebreitet.” Schlagartig scheint es vorbei mit der Autonomie. Wer kann helfen? Was geht in dem veränderten Menschen vor? Was sollen Angehörige tun? Kann eine Roboterrobbe das Wohlbefinden steigern? Was meinen Wissenschaftler zu all diesen Fragen?

Hören Sie das künstlerische Feature DIE VERGESSENEN (Buch und Regie: Julian Gerhard)! Hier finden Sie Antworten ( siehe Service und Downloads).

 

Schmerz – bei Menschen mit Demenz

dementiell erkrankte Menschen können Schmerzen oft nicht einem Organ oder einer Krankheit zuordnen. Sie können sich nicht äußern, wo und wann und in welcher Intensität etwas wehtut. Auch ein Bezug zwischen Schmerzen und Aggression ist festgestellt worden. Bisher wurden in der Schmerzforschung dementielle Erkrankungen kaum berücksichtigt. Umso erfreulicher ist es, dass in diesen Tagen an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg eine Forschungsprojekt “Schmerz und Alltagspraxis bei Menschen mit Demenz” für die Dauer von 3 Jahren auf den Weg gebracht worden ist.

Lesen Sie mehr:
Schmerz und Alltagspraxis bei Menschen mit Demenz 7.2.2019
(Auszug aus Zeitschrift Altenpflege, Vincentz-Verlag, 2019/1