Mit Musik an Weihnachten durch die Corona-Zeit

Wenn die Vergesslichkeit immer mehr zunimmt und das Gedächtnis schwindet, Text und Melodie von alt-vertrauten Liedern bleiben oft unvergessen. Derzeit sind für viele Demenzerkrankte zahlreiche Aktivitäten wie z.B. Singstunde nicht möglich. Doch wir möchten nicht resignieren und ein neues Angebot für Seniorinnen und Senioren ermöglichen: Veehharfe spielen.

Die zarten Veeh-Harfen-Klänge sind nicht nur Balsam für die Seele, sondern Menschen mit Demenz oder körperlichen Einschränkungen können im kleinen Kreis unter Beachtung der Schutzbestimmungen mit der Harfe musizieren. Die Verwendung von Notenschablonen ermöglicht das Musizieren ohne Notenkenntnisse.

Musik lässt die Beschwernisse des Alters für einige Zeit vergessen und weckt Erinnerungen an frühere, bessere Zeiten. Unzählige Melodien sind unseren Senioren noch aus der Kindheit und Jugend gegenwärtig.

Der weiche und zärtliche Klang der Harfe schenkt Ruhe und Geborgenheit. So kann nicht nur die Spielende/der Spielende die Wirkung spüren, sondern auch alle anderen Senioren nehmen den Klang als angenehm wahr.

Ziele der Maßnahmen sind: Förderung des Wohlbefindens, des Selbstbewusstseins, der Motorik, der Koordination und der Kognition.

Helfen Sie mit, möglichst vielen Menschen, die von Vereinsamung bedroht sind, durch eigene Musik Lebensfreude, gerade an Weihnachten, zu schenken.

Helfen Sie mit Ihrer Spende, möglichst viele Harfen anzuschaffen und weihnachtlichen Klang zu demenzerkrankten Menschen zu bringen.

Herzliche Grüße, bleiben Sie behütet!
Ihr
Dr. Karl Heinz Bierlein

Hier unsere Spendennummer:

Deutsche Stiftung für Demenzerkrankte
IBAN: DE27 3704 0044 0129 8785 00 Stichwort “Lebensfreude 2020”

Demenz-Erkrankte in Zeiten des Corona-Virus

Demenzerkrankte, Angehörige und Pflegekräfte brauchen gerade jetzt, in Zeiten von harten, aber notwendige Maßnahmen gegen die Pandemie, unsere Solidarität und unsere Unterstützung.

Prof. Dr. Andreas Kruse, Direktor des Gerontologischen Instituts der Universität Heidelberg und Mitglied des Fachbeirats unserer Stiftung, sagt in einem Interview, worauf es jetzt ankommt.

Lesen Sie das Interview vom 16. März 2020:

Gehörschädigung – Risikofaktor für Demenz

An Demenz erkranken bis 2050 schätzungsweise drei Millionen Bürger. Forscher finden immer wieder neue Auslöser für die bisher unheilbare Krankheit. Doch warum leiden Gehörgeschädigte öfter an Gedächtnisverlust?

Mehr als eineinhalb Millionen Menschen in Deutschland leiden an Demenz. Heilung gibt es bisher nicht. Aber immer mehr zeigt sich, dass Faktoren zu dem krankhaften Vergessen beitragen, an die man zunächst gar nicht denkt.

Wer im fortgeschrittenen mittleren Alter schwer hört, hat später ein höheres Risiko für Demenz. Hierfür gebe es handfeste neue Belege, sagte Robert Perneczky vom Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität am Freitag zum Auftakt des Demenz-Kongresses “ResDem” in München mit rund 200 Wissenschaftlern aus aller Welt. “Wir wissen mittlerweile auch, dass der Einsatz von Hörhilfen eine günstige, wirksame Methode ist, um die geistigen Fähigkeiten zu verbessern und eventuell auch das Demenzrisiko zu senken”, sagte der Psychiater und Leiter des Alzheimer Therapie- und Forschungszentrums an dem Klinikum. Menschen, die von Geburt an taub seien oder in jungen Jahren einen Gehörverlust erlitten, haben laut Perneczky kein generell erhöhtes Demenzrisiko.

Symptome von Demenz und Hörbehinderung ähneln sich

Eine relativ neue Studie aus Taiwan mit Gesundheitsdaten von rund 16.000 Menschen zeigt, dass insbesondere hörbeeinträchtigte Menschen, die zwischen 45 und 64 Jahren alt sind, ein höheres Demenzrisiko haben als Gleichaltrige ohne Hörschwierigkeiten. “In der Liste der neuen Risikofaktoren ist Schwerhörigkeit im mittleren Lebensalter der wichtigste Faktor”, sagte Perneczky. Diese unerwartete Erkenntnis eröffne neue Möglichkeiten, effektiv gegen die Erkrankung vorzugehen.

Lesen Sie mehr …

https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_86817544/was-das-demenzrisiko-mit-den-ohren-zu-tun-hat.html

Fördermittel für Herbst 2021

Nächster Termin: 31. Mai 2021

Sie engagieren sich für demenzerkrankte Menschen und wollen im Frühjahr nächsten Jahres ein innovatives Projekt unter dem Thema “Leben mit Demenz erleichtern” starten, aber es fehlt Ihnen noch eine vollständige Finanzierung? Dann lesen Sie unsere Förderrichtlinien und stellen einen

Antrag bis spätestens 31. Mai 2021.

Erkennt unser Fachbeirat mit namhaften Experten Ihr Projekt als förderwürdig an, können Sie mit Fördermitteln bis zu 10.000 EUR rechnen, die Anfang Juli 2021 zugewiesen werden.

Haben Sie Fragen? Schreiben Sie uns eine Mail unter info@demenzstiftung.de!

Bild von Michael Hagedorn

Wenn Opa oder Oma merkwürdig werden …. Neuauflage “Demenz – vogelfreie Menschenleere”

Die Broschüre “Demenz – Vogelfreie Menschenleere” von Barbara Hench ist auf Grund starker Nachfrage  in zweiter Auflage erschienen. Sie richtet sich vor allem an junge Menschen, die mit Demenz in der Familie konfrontiert werden. Hier könnt ihr miterleben, wie eine Enkelin versucht die fremde Welt ihrer dementiell erkrankten Großmutter zu verstehen. Der Band enthält packende literarische Beispiele und grafische Gestaltungen.

Sie können die Schrift unter Angabe Ihrer Anschrift bestellen unter:

info@demenzstiftung.de

Herunterladen können sie die Broschüre unter Downloads.

Die Vergessenen – Was Sie schon immer über Demenzerkrankte wissen wollten …

Der Moment, an dem es so nicht mehr weitergehen konnte, hat sich oft für Angehörige und Betroffene in Herz und Sinne eingebrannt. “Er wollte einen Geschirrspültab runterschlucken” oder “Sie hat sämtliche Einkäufe über den heißen Herdplatten ausgebreitet.” Schlagartig scheint es vorbei mit der Autonomie. Wer kann helfen? Was geht in dem veränderten Menschen vor? Was sollen Angehörige tun? Kann eine Roboterrobbe das Wohlbefinden steigern? Was meinen Wissenschaftler zu all diesen Fragen?

Hören Sie das künstlerische Feature DIE VERGESSENEN (Buch und Regie: Julian Gerhard)! Hier finden Sie Antworten ( siehe Service und Downloads).

 

Schmerz – bei Menschen mit Demenz

dementiell erkrankte Menschen können Schmerzen oft nicht einem Organ oder einer Krankheit zuordnen. Sie können sich nicht äußern, wo und wann und in welcher Intensität etwas wehtut. Auch ein Bezug zwischen Schmerzen und Aggression ist festgestellt worden. Bisher wurden in der Schmerzforschung dementielle Erkrankungen kaum berücksichtigt. Umso erfreulicher ist es, dass in diesen Tagen an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg eine Forschungsprojekt “Schmerz und Alltagspraxis bei Menschen mit Demenz” für die Dauer von 3 Jahren auf den Weg gebracht worden ist.

Lesen Sie mehr:
Schmerz und Alltagspraxis bei Menschen mit Demenz 7.2.2019
(Auszug aus Zeitschrift Altenpflege, Vincentz-Verlag, 2019/1

5 Warnsignale bei Alzheimer

Kann man eine beginnende Alzheimer-Erkrankung erkennen? Bei folgenden Symptomen sollte besser der Arzt konsultiert werden. Je eher die Diagnose erfolgt, desto besser die Behandlungschance!

  • Sprachprobleme: Die Demenzerkrankten sind häufig sehr schwer zu verstehen. Im Gespräch verlieren sie häufig den Faden. Oft fallen ihnen auch  einfache Worte nicht ein, die sie dann durch unpassende Füllwörter ersetzen.
  • Orientierungsprobleme: In der Fremde fällt es Alzheimerkranken schwer, sich Orientierungspunkte zu merken. Viele haben sogar Probleme in der eigenen Straße nach Hause zu finden. Oft wissen sie nicht, welcher Wochentag gerade ist.
  • Veränderte Persönlichkeit: Viele Betroffene sind oftmals leicht reizbar, streitsüchtig oder misstrauisch. Stimmungsschwankungen folgen, die besonders dann auftreten, wenn der Betroffene ahnt, dass er erkrankt ist.
  • Eingeschränkt urteilsfähig: Fällt eine Person dadurch auf, dass sie selbst im Winter leichte Sommerkleidung trägt oder im Bademantel im Supermarkt herumläuft? Dann könnte eine Alzheimer-Demenz dafür verantwortlich sein.
  • Vergesslichkeit: Namen, Geburtstage oder Termine entfallen Betroffenen immer häufiger. Ihre Schlüssel legen sie an ungewöhnliche Orte …