Nachruf

Am 01.06.2022 hat der himmlische Vater unser Mitglied des Stiftungsrates Günther Freiherr von Salza und Lichtenau in sein ewiges Reich gerufen.

Herr von Salza ist 81 Jahre alt geworden.

Er war seit 2007 Mitglied des Stiftungsrates der Deutschen Stiftung für Demenzerkrankte.

Sein ehrenamtliches Engagement umfasste unter anderen die 20jährige Mitgliedschaft im Präsidium der Johannes Seniorendienste.

Wir haben Herrn von Salza als bescheidenen und zurückhaltenden Mitstreiter erlebt, der uns immer mit Rat unterstützt hat.

Wir werden seine Liebenswürdigkeit uns seinen tatkräftigen Geist vermissen.

Möge ihn der Vater im Himmel in sein Reich aufnehmen.

Mit dem Cello gegen das Vergessen

Wer an Demenz erkrankt, verliert geistige Fähigkeiten. Doch es gibt einen Weg, wie Betroffene weiter Freude empfinden und an sich glauben können: mit Musikunterricht. So beginnt ein bemerkenswerter Artikel im FAZ Magazin 07/2022, der über das erstaunliche Experiment der engagierten Musiklehrerin Anke Feierabend berichtet. Ein Demenzerkrankter greift wieder zu seinem alten Cello und spielt mit seiner Lehrerin vertraute Stücke und zeigt damit, dass Musik bleibt, auch wenn kognitive Fähigkeiten schwinden. Viele Demenzerkrankte singen dann noch Lieder mit, wenn sie ihre Kinder und Enkelkinder nicht mehr erkennen. Lesen Sie mehr:

Übrigens konnten wir in den vergangenen Jahren, das Engagement von Frau Feierabend mehrmals fördern!

“Die Hauptbedrohung im Alter ist, dass man ganz allein bleibt.”

Spannender Film mit unserem Schirmherrn Dr. Henning Scherf. Jetzt in der ARD Mediathek!

“Die Hauptbedrohung im Alter ist, dass man ganz allein bleibt.” Mit diesen Worten bringt unser Schirmherr, Dr. Henning Scherf, seine Einstellung zum Alter in einem Interview mit dem MDR auf den Punkt. Der Film bietet lebendige Beispiele für das Leben im Älterwerden gegen die Bedrohung von Isolation und Einsamkeit. Übrigens eine lohnende Filmreihe unter dem Thema “Ganß anders!” Zusehen am 3.6.2022, und schon jetzt in der ARD Mediathek.

https://www.mdr.de/s/ganssandersalter

Unbedingt anschauen!

Herzliche Grüße, Ihr

Dr. Karl Heinz Bierlein

Achtung! Anträge für kreative Projekte bis 31. Mai stellen!

Gemeinnützige Träger können noch bis 31. Mai 2022 Anträge auf Fördermittel für innovative und kreative Projekte mit demenzerkrankten Menschen stellen. Das Antragsformular finden Sie auf unserer Website unter Service & Downloads. Bitte verwenden Sie nur unser Formular und fügen Sie die erforderlichen Unterlagen wie Finanzierungsplan, Projektbeschreibung (1 Seite) und Gemeinnützigkeitsnachweis bei. Alles nur digital, so schonen wir die Umwelt und sparen Portokosten. Nächster Antragstermin: 30. November 2022. Wir freuen uns auf Ihren Antrag!

Demenzerkrankte bewegen: Mit Musik und an der frischen Luft!

fast zwei Jahre der Pandemie liegen hinter uns. Die Bilder von älteren Menschen in Pflegeheimen, isoliert von Ihren Angehörigen, und von überlasteten Mitarbeitenden mit Masken und Schutzkleidung gehen uns nicht aus dem Kopf.

Dank Ihrer Hilfe haben wir in diesem Jahr nach den Impfkampagnen zahlreiche Projekte wieder starten können. Gemeinsames Singen und Tanzen im kleinen Kreis, Tieren begegnen, Lieblingsmusik hören – das alles hat Lebensfreude wieder geweckt. Qwiek melody und Veeh-Harfen, die mit Ihren Spenden angeschafft werden konnten, sind wunderbare Hilfsmittel. Vielleicht war auch das Lied von den Bergvagabunden dabei: Frei atmen Lungen, ach, wie so schön ist die Welt!

Doch die vierte Welle der Pandemie bedroht erneut auch die Geimpften in den Heimen. Was können wir tun?
Ein besonderes Heilmittel gegen die Isolation ist die Bewegung an der frischen Luft. Die Natur, die Jahreszeiten mit Blühen, Reifen und Ernten erleben. Deshalb werden wir im kommenden Frühjahr Sinnesgärten angelegen, in denen buchstäblich alle Sinne von Demenzerkrankten angeregt werden.

In einem geschützten Bereich können die Bewohner und Bewohnerinnen sich an der frischen Luft aufhalten, auf barrierefreien Rundwegen spazieren gehen. Duftende Blumen, Kräuterbeete und Naschobst regen die Sinne an und wecken Erinnerungen und Gefühle aus vergangenen Zeiten.

Unter Anleitung können die Bewohner und Bewohnerinnen kleine Arbeiten verrichten, Blumen gießen, Kräuter pflanzen und Obst pflücken. Geplant sind überdachte Sitzgruppen, die im Sommer zum Verweilen und zum Musik hören einladen.

Viele Senioreneinrichtungen haben uns in den letzten Monaten um Hilfe gebeten, einen Sinnesgarten anzulegen.  Ihre Spende trägt dazu bei, demenzkranke Menschen an die frische Luft zu bringen und sie das Wachsen und die Kraft in der Natur erleben zu lassen.

Helfen Sie mit! Frische Luft trotz Corona!

Ich danke Ihnen von Herzen für Ihre Unterstützung und wünsche Ihnen eine gute Zeit! Bleiben Sie behütet!

Ihr

Dr. Karl Heinz Bierlein

WHO-Studie: Zahl der Demenzkranken steigt rasant

Mit höherem Alter wächst das Risiko einer Demenzerkrankung. Jeder kann aber viel tun, um sich davor so gut wie möglich zu schützen, berichtet die Weltgesundheitsorganisation.

Zentraler Aspekt: der eigene Lebenswandel.

Die Zahl der Demenzkranken wird nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rasant steigen. Bis 2030 dürften rund 40 Prozent mehr Menschen weltweit mit Demenz leben als heute.

Betroffen waren 2019 nach Schätzungen weltweit etwa 55 Millionen Menschen, wie die WHO am Mittwoch in Genf berichtete. In Deutschland leben nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums etwa 1,6 Millionen Menschen mit Demenz.

Sanfter Engel – ein preisgekrönter Film, der die Herzen berührt

Beim Mittelfränkischen Jugendfilmfestival wurde vor kurzem ein Film des 22-jährigen Studenten, Lorenz Baier, in der Kategorie “Professional” mit dem ersten Preis gekürt. Die Jury befand: “Ein sehr bewegender Film, der in nur knapp zehn Minuten eine unglaublich schöne, aber gleichzeitig traurige Geschichte erzählt.”

Unsere Stiftung hat das Projekt gefördert und gratuliert dem jungen Filmemacher und seinem Team herzlich.

DSD stellt Ihnen den Film bereit:

https://youtu.be/YTD915 j-0

Wenn Sie sich außerdem über die Hintergründe der Entstehung des Films informieren wollen, lesen Sie bitte folgende Presseartikel:

Schreiben Sie uns und bewerten Sie den Film unter info@demenzstiftung.de!

Gehörschädigung – Risikofaktor für Demenz

An Demenz erkranken bis 2050 schätzungsweise drei Millionen Bürger. Forscher finden immer wieder neue Auslöser für die bisher unheilbare Krankheit. Doch warum leiden Gehörgeschädigte öfter an Gedächtnisverlust?

Mehr als eineinhalb Millionen Menschen in Deutschland leiden an Demenz. Heilung gibt es bisher nicht. Aber immer mehr zeigt sich, dass Faktoren zu dem krankhaften Vergessen beitragen, an die man zunächst gar nicht denkt.

Wer im fortgeschrittenen mittleren Alter schwer hört, hat später ein höheres Risiko für Demenz. Hierfür gebe es handfeste neue Belege, sagte Robert Perneczky vom Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität am Freitag zum Auftakt des Demenz-Kongresses “ResDem” in München mit rund 200 Wissenschaftlern aus aller Welt. “Wir wissen mittlerweile auch, dass der Einsatz von Hörhilfen eine günstige, wirksame Methode ist, um die geistigen Fähigkeiten zu verbessern und eventuell auch das Demenzrisiko zu senken”, sagte der Psychiater und Leiter des Alzheimer Therapie- und Forschungszentrums an dem Klinikum. Menschen, die von Geburt an taub seien oder in jungen Jahren einen Gehörverlust erlitten, haben laut Perneczky kein generell erhöhtes Demenzrisiko.

Symptome von Demenz und Hörbehinderung ähneln sich

Eine relativ neue Studie aus Taiwan mit Gesundheitsdaten von rund 16.000 Menschen zeigt, dass insbesondere hörbeeinträchtigte Menschen, die zwischen 45 und 64 Jahren alt sind, ein höheres Demenzrisiko haben als Gleichaltrige ohne Hörschwierigkeiten. “In der Liste der neuen Risikofaktoren ist Schwerhörigkeit im mittleren Lebensalter der wichtigste Faktor”, sagte Perneczky. Diese unerwartete Erkenntnis eröffne neue Möglichkeiten, effektiv gegen die Erkrankung vorzugehen.

Lesen Sie mehr …

https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_86817544/was-das-demenzrisiko-mit-den-ohren-zu-tun-hat.html

Wenn Opa oder Oma merkwürdig werden …. Neuauflage “Demenz – vogelfreie Menschenleere”

Die Broschüre “Demenz – Vogelfreie Menschenleere” von Barbara Hench ist auf Grund starker Nachfrage  in zweiter Auflage erschienen. Sie richtet sich vor allem an junge Menschen, die mit Demenz in der Familie konfrontiert werden. Hier könnt ihr miterleben, wie eine Enkelin versucht die fremde Welt ihrer dementiell erkrankten Großmutter zu verstehen. Der Band enthält packende literarische Beispiele und grafische Gestaltungen.

Sie können die Schrift unter Angabe Ihrer Anschrift bestellen unter:

info@demenzstiftung.de

Herunterladen können sie die Broschüre unter Downloads.