Herausforderndes Verhalten bei Demenz – Vortrag im DomForum Köln

Der Umgang mit Demenzerkrankten bei herausforderndem Verhalten belastet Angehörige und Mitarbeitenden schwer und lässt sie manchmal fast hilf- und ratlos in der Situation zurück.

Herr Chefarzt Dr. Heinz L. Unger, Mitglied des Fachbeirats der Deutschen Stiftung für Demenzerkrankte, hält am

26. Oktober 2017 um 17 Uhr
im DomForum Köln (direkt beim Kölner Dom)

einen Vortrag zu dem Thema

Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Menschen mit Demenz

Wir laden Sie auch im Namen unserer Stiftung herzlich zu dieser Veranstaltung des DomForum ein.

Weitere Informationen: UMGANG MIT HERAUSFORDERNDEM VERHALTEN BEI MENSCHEN MIT DEMENZ Dr.Unger

Der alte König in seinem Exil – Premiere in der City-Kirche Wuppertal

Eine wunderbare, tief berührende und zugleich komische Geschichte von Arno Geiger bringt das Wuppertaler Kinder- und Jugendtheater auf die Bühne.

Premiere ist am Freitag, 24.November 2017 um 19 Uhr in der Citykirche Wuppertal.

Unsere Stiftung hat dieses außergewöhnliche Projekt unterstützt .

ZDF Aspekte schreibt: „Arno Geiger hat ein helles Buch geschrieben, voller Zuneigung und Liebe. Es ist von hoher literarischer Qualität. Vor allem aber lernt man viel über den Umgang mit der Krankheit.“

Hier der Auszug aus dem Theaterspielplan: Der alte König in seinem Exil .

Mit Gedächtnislücken fängt alles an …

Jeden Tag erkranken in Deutschland 100 Personen an Demenz. Die Alzheimer-Demenz beginnt schleichend. Barry Reisberg, Direktor der New York University School of Medicine’s Silberstein Aging and Dementia Research Center, hat sieben Stufen der Erkrankung  erforscht:

  • leicht gemindertes Wahrnehmungsvermögen
  • Wahrnehmungs- und  Gedächtnislücken (der Arzt kann noch keine Demenzsymptome feststellen)
  •  Vergessen von Wörtern und Namen
  • Probleme bei Rechenaufgaben, Schwierigkeiten bei komplexen Aufgaben, Vergesslichkeit der eigenen Vergangenheit, Niedergeschlagenheit, sozialer Rückzug
    (jetzt sollte man einen Arzt konsultieren)
  • orientierungslos in Zeit und Raum
  • umfassende Hilfe bei den Aktivitäten des täglichen Lebens nötig, Charakter und Verhalten verändern sich, Misstrauen
  • Kaum mehr Interaktion möglich, Muskel erstarren, schwere Pflegebedürftigkeit

Weitere Informationen unter: So beginnt Demenz

 

Kommunikation fördern – DSD-Wettbewerb für Besuchsdienste der Grünen Damen und Herren

Berlin – 18.9.2017

Anlässlich eines Festakts zum 100.Geburtstag von Brigitte Schröder, Initiatorin der Grünen Damen und Herren, wurden vier Preise an Besuchsdienste durch Staatssekretär Lutz Stroppe und Vorstand Dr. Karl Heinz Bierlein verliehen. Der mit 3.000 Euro dotierte erste Preis ging an die Grünen Damen und Herren am Fritz-Heuner-Heim in Dortmund.
29 Frauen und vier Herren der Ökumenischen Krankenhaus-Hilfe am St.Marien- und St.Annastiftskrankenhaus Ludwigshafen erhielten den zweiten Preis in Höhe von 2.000 Euro. Zwei dritte Preise mit jeweils 1.000 Euro gingen an die Grünen Damen und Herren  der Anhaltischen Diakonissenanstalt Dessau und  des Helios Park Klinikum Leipzig.

Dr. Bierlein in seiner Laudatio: „Die Kommunikation mit Demenzerkrankten zu fördern ist ein zentrales Anliegen unserer Stiftung. Denn Demenzerkrankte sind in besonderem Maße verletzlich in körperlicher, seelischer und sozialer Hinsicht. Falsche, manchmal gut gemeinte Kommunikation vergrößert nicht selten das Leiden der Erkrankten an ihrer Lebenssituation. Wir sind glücklich, dass in den Besuchsdiensten der Grünen Damen und Herren dieser Herausforderung aktiv und phantasievoll begegnet. Die Preisträger zeichnen sich in herausragender Weise durch ein Teilhabe schaffendes, professionell-reflektierendes und an der Menschlichkeit orientiertes Kommunizieren aus.

Lesen Sie mehr zu den Preisträger 2017 Kommunikation fördern

Foto:  Staatssekretär im BMG Lutz Stroppe, Ulrike Haßelbeck, Irene Seiler,
Vorstand Dr. Karl Heinz Bierlein,
Fotonachweis: eKH/G.Stamelos

Fotogalerie

1. Preis fuer „Bestpractice Modelle Kommunikation mit Demenzerkrankten in Besuchsdiensten“ geht an das Fritz Heuner Heim in Dortmund – Preistraeger Jens Schneider mit Staatssekretaer Lutz Stroppe (l.) und Stiftungsvorstand Dr. Karl-Heinz Bierlein – Copyright: Michael Brunner 18.09.17
3. Preis Theresia Koppe und Edith Brake aus Dessau – Copyright: Michael Brunner 18.09.17
 2. Preis Irene Seiler aus Ludwigshafen mit Staatssekretaer Lutz Stroppe (l.) und Stiftungsvorstand Dr. Karl-Heinz Bierlein – Copyright: Michael Brunner 18.09.17
3.Preistraeger vl. Sonja Deubel, Benjamin Pfeifer, Christiane Kuehn, Anett Schlesinger, Nadine Weizenmann, Lysann Kasprick und Ingrid Neubert mit Staatssekretaer Lutz Stroppe (l.) und Stiftungsvorstand Dr. Karl-Heinz Bierlein – Copyright: Michael Brunner 18.09.17

Neue Ergebnisse für Demenzforschung

die Telekom startete 2016 ein online-Spiel, das wichtige Erkenntnisse für die Grundlagenforschung der Demenz verheißt. Mehr als 2,5 Millionen Menschen haben in 193 Ländern an dem Spiel Sea Hero Quest (www.seaheroquest.com)teilgenommen und wertvolle Daten erzeugt, die jetzt in einer Datenbank Wissenschaftlern zur Verfügung stehen, um Normdaten zur räumlichen Orientierung abzuleiten.

Forscher Homberger sagt: „Es ist von enormer Bedeutung, dass wir mehr über die Navigationsfähigkeit des Gehirns herausfinden und so verstehen, welche Fähigkeiten sich bei beginnender Demenz verschlechtern.“

Denn schon im Alter von 19 Jahren nimmt die Orientierungsfähigkeit des Menschen ab, je früher man gegensteuert, desto besser …

Mehr lesen …

Neue Ergebnisse für Demenzforschung 2017

Kampf gegen das Vergessen – Deutsches Demenzzentrum in Bonn eingeweiht

In Gegenwart von Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde am 15. März 2017 das Deutsche Zentrum für Neurogenerative Erkrankungen (DZNE) auf dem Bonner Venusberg eingeweiht.  Rund 1000 Mitarbeitende widmen sich in Bonn und  an weiteren 8 Standorten moderner Grundlagenforschung, klinischer Forschung, Gesundheitsanalysen und der Pflegeforschung. Man hofft entscheidende Schritte vor allem in der Suche nach wirksamen Medikamenten voranzukommen. „Eines unserer Hauptprobleme besteht darin, dass wir die Krankheit erst bemerken, wenn es zu spät ist.“, sagte der Leiter des DZNE Pierluigi Nicotera. In den kommenden 30 Jahren sollen bis zu 30 000 Bürgerinnen und Bürger aus dem Rheinland regelmäßig untersucht werden.

Unser Fachbeiratsmitglied, Privatdozent Dr. Dan Ehninger, Research Group Leader, Molecular and Cellular Cognition Lab, berichtet, dass der Besuch der Bundeskanzlerin und auch der NRW-Wissenschaftsministerin ein großer Erfolg war  und sehr viel Resonanz erzeugt hat.

Eine Fülle von Informationen zum Ereignis können Sie unter folgendem Link einsehen: https://www.dzne.de/ueber-uns/presse/meldungen/2017/pressemitteilung-nr-4.html.

 

Philosophieren über das Alter – Beitrag im WDR

Unsere Ausstellung „Gesichter der Demenz“ im DomForum Köln wirkt weiter. Am vergangenen Samstag, 19.11.2016, wurde ein Interview mit Henning Scherf im WDR gesendet. Hier ist der Link. Der Beitrag ist voraussichtlich noch bis zum 25.11.2016 zu sehen.

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/aktuelle-stunde/video-aktuelle-stunde-1360.html

Bitte auf den Link gehen und den Beitrag „Gedanken – übers Alter | Video“ öffnen.

Ein Zuschauer schreibt:  „Was für ein wunderbares Gespräch. Eine kostbare, liebevolle, ehrliche Reflexion. Auch sehr schön gefilmt.“

 

 

 

Gesichter voll Leid – und Würde

wer die Bilder des niederländischen Malers Hermann van Hoogdalem betrachtet, wird angerührt durch die Gesichter der Demenzerkrankten, von ihrem Leiden, von der Leere, der Loslösung vom Irdischen, aber auch von der Freude, der Zuversicht und der Hoffnung.

Gestern ging eine einzigartige Ausstellung im Domforum Köln zu Ende, in der viele Hunderte von Besucherinnen und Besuchern die Bilder betrachten konnten. Dr. Karl Heinz Bierlein, Vorstand der Deutschen Stiftung für Demenzerkrankte, zog ein positives Resümee: „Die Bilder haben viele Menschen erreicht. Kinder, die mit ihren Großeltern auf eine Domführung warteten, Touristen aus Reisegruppen, Passanten, die vor dem Regen im Domforum Schutz suchten, aber auch Angehörige von Betroffenen, Mitarbeitende in der Pflege ebenso wie Kunststudenten. Wir konnten mit Unterstützung des DomForum und diakonischer Träger Ratsuchende beraten und seelsorgerlich begleiten.img_0007

Die Medien haben umfassend berichtet, lesen Sie dazu den Artikel „Gesichter voll Leid – und Würde“ von Uta Kristina Maul von der Kölner Rundschau vom 21.10.2016: http://www.rundschau-online.de/region/koeln/demenz-gesichter-voll-leid—und-wuerde-24949898

bimg_0003

Der Schirmherr der Stiftung, Dr. Henning Scherf hielt einen packenden Vortrag zu dem Thema „Lebensqualität trotz Demenz“.

img_0040

Gesichter der Demenz – eine berührende Ausstellung des Malers Herman van Hoogdalem im DomForum Köln vom 14. bis 24.10.2016

Unserer Stiftung ist es gelungen, den bekannten niederländischen Künstler Herman van Hoogdalem für eine Ausstellung seiner berührenden Bilder von demenzerkrankten Menschen zu gewinnen. Dazu werden Interviews mit den Dargestellten und den Angehörigen in kurzen Filmen gezeigt. Gesichter-der-Demenz-Köln – 1

Höhepunkt der Ausstellung ist ein  Abend mit dem Künstler und dem Schirmherrn unserer Stiftung, Dr. Hennig Scherf, am

Mittwoch, 19.10.2016 um 18 Uhr im DomForum Köln

Dr. Scherf spricht zu dem Thema „Lebensqualität trotz Demenz“. Wir laden Sie ganz herzlich zu diesem besonderen Abend im Herzen Kölns ein.

Hier das Programm: Gesichter-der Demenz-Köln – 2

Die Ausstellung ist vom 14. bis 24. Oktober werktags von 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr, samstags von 9.30 Uhr bis 17.00 Uhr und sonntags von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Hier können Sie in einem kurzem Film des Künstlers Gijs Wanders einen ersten Eindruck von dem Projekt gewinnen.

Ich und meine Wohngemeinschaft – ein berührender WDR – Film

Ich und meine Wohngemeinschaft  – Heute, 21.3.2016 22.10 Uhr im WDR

Foto - Zeit zum Unterhalten in der Alzheimer-WG -WDR 2016

Ich bin Donya und 31 Jahre alt. Vor fünf Jahren bin ich aus meiner Studenten-WG ausgezogen. Wenn ich alt bin, möchte ich wieder in eine WG ziehen – mit meinen Freundinnen. Wir haben schon konkrete Vorstellungen: Wir wohnen auf zwei Etagen und haben einen Treppenlift. Einer unserer Pfleger ist durchtrainiert und hat volles Haar. Im Sommer kümmert er sich auch um den Garten und wir schauen ihm vom Sofa aus zu. Wir möchten auch eine junge Pflegerin, die uns jeden Abend erzählt, was in der Welt der jungen Hippen abgeht. Wenn meine Freundinnen und ich uns treffen, verbringen wir Stunden damit uns unsere Oma-WG auszumalen. Uns ist klar, so wird es nicht laufen, wenn wir alt sind. Trotzdem macht es Spaß.

Aber wie wird das Leben sein, wenn wir alt und auf Hilfe angewiesen sind? Wenn wir vielleicht sogar an Demenz erkrankt sind? Aktuell sind rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland an Demenz erkrankt, die Tendenz ist steigend. Über die Erkrankung wird viel geredet. Das meiste klingt trostlos. Wie lebenswert ist das Leben mit Demenz? Muss ich Angst vor dem Alter und der Krankheit haben?

Um das herauszufinden, ziehe ich für eine gewisse Zeit in eine neue WG. Ich teile mir ein Zimmer mit Hermine Kirschner. Sie ist 88 Jahre alt und dement, aber in einem frühen Stadium, das heißt, ihr Kurzzeitgedächtnis funktioniert meistens noch. Bei meinen anderen Mitbewohnern ist das nicht unbedingt der Fall. Denn: Ich ziehe in eine Alzheimer-WG in Mülheim an der Ruhr. Mit Frau Kirschner und ihren sechs anderen Mitbewohnern werde ich zusammenleben, Küche, Bad und das Wohnzimmer teilen – rund um die Uhr. Ein Vorgeschmack auf die Zukunft?