Gesichter voll Leid – und Würde

wer die Bilder des niederländischen Malers Hermann van Hoogdalem betrachtet, wird angerührt durch die Gesichter der Demenzerkrankten, von ihrem Leiden, von der Leere, der Loslösung vom Irdischen, aber auch von der Freude, der Zuversicht und der Hoffnung.

Gestern ging eine einzigartige Ausstellung im Domforum Köln zu Ende, in der viele Hunderte von Besucherinnen und Besuchern die Bilder betrachten konnten. Dr. Karl Heinz Bierlein, Vorstand der Deutschen Stiftung für Demenzerkrankte, zog ein positives Resümee: “Die Bilder haben viele Menschen erreicht. Kinder, die mit ihren Großeltern auf eine Domführung warteten, Touristen aus Reisegruppen, Passanten, die vor dem Regen im Domforum Schutz suchten, aber auch Angehörige von Betroffenen, Mitarbeitende in der Pflege ebenso wie Kunststudenten. Wir konnten mit Unterstützung des DomForum und diakonischer Träger Ratsuchende beraten und seelsorgerlich begleiten.img_0007

Die Medien haben umfassend berichtet, lesen Sie dazu den Artikel “Gesichter voll Leid – und Würde” von Uta Kristina Maul von der Kölner Rundschau vom 21.10.2016: http://www.rundschau-online.de/region/koeln/demenz-gesichter-voll-leid—und-wuerde-24949898

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Der Schirmherr der Stiftung, Dr. Henning Scherf hielt einen packenden Vortrag zu dem Thema “Lebensqualität trotz Demenz”.

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Wie kann man eine beginnende Demenzerkrankung erkennen und aufhalten?

Vortrag von Dr. Karl Heinz Bierlein  in Bad Godesberg

Wenn ein geliebter Mensch an Demenz erkrankt, empfinden Angehörigen und Freunde des Betroffenen dies wie einen unerbittlicher Schicksalsschlag. Doch was kann man wissen und tun, um eine drohende Erkrankung zu erkennen und ihr entgegen zu treten?

Der Vorstandsvorsitzender der Deutschen Stiftung für Demenzerkrankte zeigt  die Anzeichen einer beginnenden Erkrankung, die Differenzierung der Krankheitsbilder, die Risikofaktoren und präventive Verhaltensweisen verbunden mit praktischen Ratschlägen.

Demenz-Prävention Vortrag Bonn 2013 sw

Gesichter der Demenz – eine berührende Ausstellung des Malers Herman van Hoogdalem im DomForum Köln vom 14. bis 24.10.2016

Unserer Stiftung ist es gelungen, den bekannten niederländischen Künstler Herman van Hoogdalem für eine Ausstellung seiner berührenden Bilder von demenzerkrankten Menschen zu gewinnen. Dazu werden Interviews mit den Dargestellten und den Angehörigen in kurzen Filmen gezeigt. Gesichter-der-Demenz-Köln – 1

Höhepunkt der Ausstellung ist ein  Abend mit dem Künstler und dem Schirmherrn unserer Stiftung, Dr. Hennig Scherf, am

Mittwoch, 19.10.2016 um 18 Uhr im DomForum Köln

Dr. Scherf spricht zu dem Thema “Lebensqualität trotz Demenz”. Wir laden Sie ganz herzlich zu diesem besonderen Abend im Herzen Kölns ein.

Hier das Programm: Gesichter-der Demenz-Köln – 2

Die Ausstellung ist vom 14. bis 24. Oktober werktags von 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr, samstags von 9.30 Uhr bis 17.00 Uhr und sonntags von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Hier können Sie in einem kurzem Film des Künstlers Gijs Wanders einen ersten Eindruck von dem Projekt gewinnen.

Falsche Demenzdiagnosen

Langeweile kann krank machen. Ursula Lehr, emeritierte Professorin und ehemalige Direktorin des Instituts für Gerontologie in Heidelberg, warnte vor kurzem in einem Vortrag vor dem “Bore-out-Syndrom”, einer gefährlichen Unterforderung im Alter:

Wenn durch das Ende des Berufslebens oder durch das Wegsterben eines Partners die Grundstrukturen des Lebens ins Wanken geraten, droht ein Gefühl der Leere zu entstehen. “Aktivitäten, Ehrenamt, das Erlernen einer neuen Sprache, Senior-Experts mit Einsätzen im In- und Ausland und vieles mehr – das empfiehlt Frau Professorin Lehr, um dieser Leere zu entkommen.

Das “Bore-out-Syndrom” werde von Ärzten manchmal falsch beurteilt: “Sie nehmen mitunter an, dass die Symptome auf eine Demenz hindeuten.” Dabei sei etwas ein Fünftel aller Demenz-Fälle eigentlich auf Depressionen zurückzuführen. Und die haben ihren Ursprung nicht selten in einem Bore-out.

Mehr:  Generalanzeiger Bonn vom 20.8.2015

Demenzerkrankte in der Kommune: Störfaktor oder Partner?

Sind Demenzerkrankte im öffentlichen Raum ein Störfaktor? Sie werden nicht selten so empfunden, wenn wir nicht vorbereitet sind auf unerwartete Begegnung: Polizei, Feuerwehr, Bankangestellte, Postboten – allen, die in der Öffentlichkeit Hilfen für den rechten Umgang brauchen – soll geholfen werden.

Deshalb unterstützen wir eine Initiative der Deutschen Alzheimergesellschaft in Bayern, die vor kurzem ein interessantes Projekt gestartet haben.

Lesen Sie selbst:

Leben mit Demenz in der Kommune 2015

Machen Klinik-Clowns wirklich gesund?

Unsere Stiftung fördert zahlreiche Initiativen für Klinikclowns, die demenzerkrankte Menschen regelmäßig besuchen. Wissenschaftler der Universitätsmedizin Greifswald und der Humboldt-Universität Berlin wollen jetzt der Frage nachgehen, ob und wie die Clowns Wohlbefinden und Heilungserfolg von Kindern beeinflussen.

Lesen Sie dazu mehr unter: Machen Klinik-Clowns wirklich gesund? (Beitrag NDR vom 16.7.2015)

Wir sind gespannt, ob sich die Ergebnisse auf den Einsatz von Klinikclowns bei Menschen mit Demenz übertragen lassen …

Humor heilt Wunden

Der Eingangsbereich einer Pflegeeinrichtung gleicht häufig einer Art Dauer-Wartesaal. die älteren Menschen sitzen und beobachten die Kommenden und Gehenden.

Heute kommen zwei Clowns vom Verein der Kölner Klinikclowns durch die Türe im Katharina-von-Bora-Haus in Köln und – statt wie andere vorbeizueilen – setzen sie sich zu einer kleinen Gruppe von Bewohnerinnen, die in Rollstühlen und auf einer Chippendale-Couch Platz genommen haben. Gitarre und Kastagnetten werden hervorgeholt und nach kurzer Einstimmung ertönen rhythmische Klänge im Flur: “Kastagnetten und Kastanien, die gehören doch nach Spanien, doch wenn wir uns heimlich küssen, sollst du es noch einmal wissen: Kastagnetten und Kastanien, die gehören doch nach Spanien …” Humor heilt Wunden weiterlesen