Machen Klinik-Clowns wirklich gesund?

Unsere Stiftung fördert zahlreiche Initiativen für Klinikclowns, die demenzerkrankte Menschen regelmäßig besuchen. Wissenschaftler der Universitätsmedizin Greifswald und der Humboldt-Universität Berlin wollen jetzt der Frage nachgehen, ob und wie die Clowns Wohlbefinden und Heilungserfolg von Kindern beeinflussen.

Lesen Sie dazu mehr unter: Machen Klinik-Clowns wirklich gesund? (Beitrag NDR vom 16.7.2015)

Wir sind gespannt, ob sich die Ergebnisse auf den Einsatz von Klinikclowns bei Menschen mit Demenz übertragen lassen …

Humor heilt Wunden

Der Eingangsbereich einer Pflegeeinrichtung gleicht häufig einer Art Dauer-Wartesaal. die älteren Menschen sitzen und beobachten die Kommenden und Gehenden.

Heute kommen zwei Clowns vom Verein der Kölner Klinikclowns durch die Türe im Katharina-von-Bora-Haus in Köln und – statt wie andere vorbeizueilen – setzen sie sich zu einer kleinen Gruppe von Bewohnerinnen, die in Rollstühlen und auf einer Chippendale-Couch Platz genommen haben. Gitarre und Kastagnetten werden hervorgeholt und nach kurzer Einstimmung ertönen rhythmische Klänge im Flur: “Kastagnetten und Kastanien, die gehören doch nach Spanien, doch wenn wir uns heimlich küssen, sollst du es noch einmal wissen: Kastagnetten und Kastanien, die gehören doch nach Spanien …” Humor heilt Wunden weiterlesen

Demenz und Prävention

Derzeit leiden in Deutschland 1.500.000 Menschen an einer dementiellen Erkankung – und jährlich kommen 100.000 Neu-Erkrankungen hinzu. Der Prozess der Erkrankung ist schleichend und kann schon 20 Jahre vor der Wahrnehmung von Symptomen beginnen.

Bisher hat sich die Forschung vor allem mit der Ursachenfindung und Therapiekonzepten beschäftigt. Zunehmend wird aber die Erforschung der Prävention im Hinblick auf die Selbstaktualisierung der Qualitäten der Persönlichkeit bedeutsam.

Sie finden in dem folgenden Beitrag eine Präsentation des Vortrags des Stiftungsvorstand Dr. Karl Heinz Bierlein bei der Gesundheitsmesse “Bonn gesund” am 15.9.2013 in der Stadthalle Bad Godesberg.

130915 Demenzprävention Bad Godesberg

Demenz und Demographie

Jedes zweite kleine Mädchen, das wir heute auf der Straße sehen hat eine Lebenserwartung von 100 Jahren, jeder zweite Junge von 95 Jahren. Noch nie in der Geschichte sind Menschen in usnerem Land so gesund und gut versorgt alt geworden. Aber wird das so bleiben? Der Vorstand der Stiftung, Dr. Karl Heinz Bierlein, hat bei einem Vortrag anläßlich des deutsch-polnischen Kongresses in Warschau strategische Grundlagen für eine gesellschaftliche Entwicklung einer modernen Altenhilfe angesichts des demographischen Wandels aufgezeigt. Hier finden Sie den Vortrag in voller Länge.

121004 Demografischer Wandel Warschau 2012

Enkelperspektive

Was passiert, wenn ein Familienmitglied an einer Demenz erkrankt? Wie verhalten sich Kinder und Enkelkinder – wie erleben sie den scheinbaren Verfall und den Kampf gegen die Krankheit?

Barbara Hench, Gymnasiastin am Deutschhaus-Gymnasium in Würzburg, hat eine Arbeit unter dem rätselhaften Titel “Vogelfreie Menschenleere” vorgelegt, die jetzt vom Stiftungsrat unserer Stiftung mit einem Preisgeld von 500 Euro ausgezeichnet worden ist. Die Autorin beschreibt die Begegnungen mit beiden Großmüttern, die eine ist topfit, die andere kämpft um das tägliche Überleben.

Die Deutsche Stiftung für Demenzerkrankte würdigt die ehrliche Beobachtung der Schülerin, die Reflexion ihrer Wahrnehmungen an aktuellen Erzählungen von Alice Munroe und Arno Geiger und das hohe Engagement für ein vorurteilsloses Verstehen. Aber lesen Sie doch selbst ….

Demenz – Vogelfreie Menschenleere von Barbara Hench 2019, 2. Auflage

Demenz – was ist das?

Kennen Sie das? Ihr über 80-jähriger Vater zieht sich mitten in der Nacht den Mantel an und sagt: „Ich gehe jetzt ins Fußballstadion.“ Oder Ihre Mutter will einen Brief verschicken und wirft ihn in die Mülltonne. Dann wird es sich um erste Symptome einer Demenzerkrankung handeln.
2018 leben ca. 1,5 Millionen Menschen mit einer dementiellen Erkrankung in Deutschland. Und jedes Jahr kommen etwa 100.000 neue Erkrankungen hinzu. Immer mehr Menschen erreichen ein hohes Lebensalter, gleichzeitig steigt das Risiko zu erkranken. Trotz intensiver Forschung gibt es derzeit kein wirksames Heilmittel.
Aber der Verlauf der Erkrankung lässt sich durch gezielte Therapie verlangsamen. Entscheidend für die Erhaltung der Lebensqualität sind psychosoziale
Hilfen, die Leiden lindern können. Wir machen immer wieder die Erfahrung, dass trotz noch so großer „Altersverwirrtheit“ Lebensfreude geweckt und die Würde der Person erhalten werden kann.

Das Leben mit Demenz erleichtern!
Das ist unsere Aufgabe und unsere Leidenschaft.